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Corona sperrt Touristen aus Drucken E-Mail
2018 gaben ausländische Touristen rund acht Milliarden Euro in Polen aus und trugen mit etwa acht Prozent zum Landes-BIP bei. Die meisten Besucher kamen aus Deutschland (etwa 50 Prozent) und Großbritannien mit rund 35 Prozent. Polen*Innen dazugerechnet ergab 2019 eine Touristenzahl von knapp 20 Millionen. Für 2020 wurde mit einem Plus um acht Prozent gerechnet. Polen lag im Trend, hatte sich auf Rang 7 der beliebtesten Urlaubsländer in Europa hochgearbeitet. 103 größere Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung waren in Vorbereitung. In ihrem Jahresbericht 2018  irritierte die World Tourism Organization (WTO) die Tourismusbranche mit warnenden Worten.

Seit sieben Jahren in Folge habe der weltweite Tourismus jährlich zwischen drei bis vier Prozent  Wachstum auf 1.4 Milliarden Menschen zugelegt. Bei fortsetzendem Wachstum sei „konservativ gerechnet“ mit  1.8 Milliarden Touristen zu rechnen. Daraus dürfte nichts werden - Corona sei Dank, wie immer man das sieht.

Das Virus sorgt für volkswirtschaftliche Kahlschläge  und Todesraten wie nach über 40 Kriegen, in die die USA seit 1945 verwickelt waren noch sind. Polen und Deutschland sind bisher noch vergleichsweise glimpflich davongekommen, dennoch mit immensem Schaden.

Laut dem Statistikamt GUS haben bis Ende Juni 1.3 Millionen ausländische Personen das Land besucht, ein Rückgang von 62.7 Prozent gegenüber Juni 2019, dabei ging es vor allem um geschäftliche Besuche.
Die Zahl der ausländischen Bersucher*Innen gibt GUS mit 100.00 bekannt, ein Rückgang von 85.9 Prozent, davon kamen 16 Prozent aus Deutschland.

In Deutschland hat die Zahl der ausländischen Touristen im Vergleich Mai 2019/2020 um 74.9 Prozent abgenommen.

Vor allem ausländische Gäste fehlen den deutschen Beherbergungsbetrieben. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen lag im Juni bei 29,5 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Rückgang von 41,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gab es im Juni ein Minus von 79,0 Prozent auf 1,7 Millionen. Besser sah es bei Reisenden aus dem Inland aus. Mit 27,8 Millionen Übernachtungen lagen die Zahlen um 34,4 Prozent niedriger als im Juni 2019.

Am schlimmsten getroffen hat es das Münchner Oktoberfest. Jährlich sechs Milionen Besucher, über die Hälfte Ausländer, toben sich am Gaudi-Fest aus. Dies Jahr nicht, abgesagt wegen Corona.

Quellen: GUS/DESTATIS/WTO/ds/13.08.2020
 
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