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Erneut deutlich weniger Priesteranwärter in Polen Drucken E-Mail
  Die Zahl derer, die sich in Polen auf das Priesteramt vorbereiten, ist im Vergleich zum Vorjahr abermals deutlich gesunken. Insgesamt bereiten aktuell 2.556 Seminaristen auf die Priesterweihe vor - 2004 seien es noch 7.465 gewesen.Ein Bistum vermeldet sogar keinen einzigen neuen Anwärter. Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Corona-infizierten Bischöfe.

In Polen haben in diesem Herbst nach Kirchenangaben 438 Männer ihre Ausbildung zum katholischen Priester begonnen. Das sind nach Angaben der Rektorenkonferenz der Priesterseminare von Mittwoch 60 weniger als 2019.

289 Kandidaten traten den Angaben zufolge dieses Jahr in die Seminare der Bistümer ein (2019: 324); 149 nahmen ihre Ausbildung bei den Männerorden auf (2019: 174). Die meisten Eintritte meldete mit 26 das Seminar des südpolnischen Bistums Tarnow. Auf Platz zwei folgt das oberschlesische Erzbistum Kattowitz (Katowice) mit 15. Keine Anmeldungen gab es dagegen im niederschlesischen Schweidnitz (Swidnica), nur eine Anmeldung unter anderem im westpolnischen Gnesen (Gniezno).

Bei den Ordensgemeinschaften bewarben sich die meisten jungen Männer bei den Dominikanern - 25 begannen bei dem Orden die Ausbildung. 2005 gab es noch mehr als doppelt so viele Eintritte in die Seminare der Bistümer und Orden als in diesem Jahr. Damals waren es 1.145.

Nach Vollversammlung: Vierter polnischer Bischof hat Corona
Unterdessen meldete die polnische Bischofskonferenz, dass in Polen binnen weniger Tage vier Bischöfe positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Zuletzt wurde demnach das Virus beim Generalsekretär der Konferenz, Weihbischof Artur Mizinski, festgestellt. Kurz zuvor hatte das schlesische Bistum Oppeln (Opole) über die Infektionen von Ortsbischof Andrzej Czaja und Weihbischof Rudolf Pierskala informiert.

Bereits am Wochenende gab die Kirche bekannt, dass der Kattowitzer Erzbischof Wiktor Skworc ebenfalls infiziert sei. Alle vier befinden sich nun in häuslicher Isolation, hieß es. Das Sekretariat der Bischofskonferenz in Warschau ging nach eigenen Angaben zur "Fernarbeit" über, die Angestellten arbeiten nun also im Homeoffice. Das bischöfliche Ordinariat in Oppeln soll bis mindestens Ende der Woche geschlossen bleiben.

Polens Bischöfe waren zuletzt kritisiert worden, weil sie sich Anfang vergangener Woche zu Beginn ihrer Vollversammlung in Lodz ohne Mund-Nase-Schutz für ein Gruppenfoto dicht nebeneinander gestellt hatten - mehr als 80 Bischöfe. Die Bischofskonferenz betonte, man habe bei der Zusammenkunft "alle verfügbaren Sicherheitsmaßnahmen - Masken, Desinfektionsmittel, Abstand halten, Belüftung der Räume" angewendet. "Die Bischöfe nahmen auf dem freien Platz neben der Kathedrale von Lodz auf Wunsch des Fotografen die Masken für den Moment der Anfertigung der gemeinsamen Aufnahme ab", erklärte die Pressestelle.


Quelle: KNA/ds/21.10..2020
 
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