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LGBT: Europarat schickt Beobachtungsmission nach Polen Drucken E-Mail
  Wegen der besonders prekären Lage für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) in Polen wird der Europarat eine Beobachtungsmission ins Land schicken. Die Delegation soll sich am 2. und 3. November mit lokalen Behörden, Politikern, Aktivisten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen treffen. Die Reise erfolgt auf Bitte von Mitgliedern des polnischen Parlaments, teilte die Organisation mit.

Seit Anfang 2019 haben sich in Polen über 100 Städte und Gemeinden, vor allem im Südosten des Landes, zu „LGBT-ideologiefreien“ Zonen erklärt. Fast 40 weitere Kommunen haben eine „Charta der Familienrechte“ unterzeichnet, in der unter anderem die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert wird. Diese Charta kann sich negativ auf die Zuweisung bestimmter Fördergelder für örtliche LGBT-Verbände auswirken.

Die EU-Kommission hat bereits reagiert. Sie verwehrte sechs polnischen Städten, die die Anti-LGBT-Bewegung unterstützen, die Teilnahme an subventionierten Städtepartnerschaft-Programmen.

Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg kümmert sich um den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte in seinen 48 Mitgliedsstaaten. Er gehört nicht zur Europäischen Union.


Quellen: dpa/ds/Foto:wikipedia/01.11.2020
 
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