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Bischöfe lehnen Referendum über Abtreibungsrecht ab Drucken E-Mail
  Polens faktischer Regierungschef Jaroslaw Kascinsky hat im Rahmen der Justizreform das Verfassungsgericht zwar auf politische Linie gebracht, kommt aber nicht voran mit seiner Absicht, das bereits strenge Abtreibungsverbot zu verschärfen. Seit Oktober rebelliert das Volk. Massendemonstrationen beben in den Städten, selbst in glaubensfesten ländlichen Regionen kommt es zunehmend zu Störungen von Gottesdiensten.

Kascinskys Umfragewert stabilisiert sich im Frostbereich, seine PiS-Regierung droht beim nächsten Mal vom Acker gewählt zu werden. Es könnte noch früher geschehen, wenn die Opposition ihren Aufruf nach einer Volksabstimmung über das Abtreibungsrecht durchsetzt.

Doch für diesen Fall kann sich die PiS-Regierung auf gemeinsame Frontstellung mit der katholischen Kirche verlassen. Für ihre Bischöfe kommt eine Volksabstimmung nicht infrage erklärten sie wie einer Kriegserklärung gleichkommend: „Darüber darf keine Mehrheit entscheiden.“

Krakaus Erzbischof Marek Jędraszewski (Foto) präzisierte die Kirchenhaltung in einer Predigt in der Kathedrale auf dem Wawel mit einer mathematischen Erstklässerrechnung: „Schließlich lasse sich ja auch nicht über die Frage abstimmen, ob zwei plus zwei vier ergebe“, sagte er.


Quellen: vatican news/IAR/tvp/ds/11.01.2021
 
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