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Tour de Pologne zum Sportereignis 2020 erklärt Drucken E-Mail
  Die Tour de Pologne ist an diesem Wochenende bei einer Sportgala  zum Sportereignis des Jahres gekürt worden. Veranstalter waren Polens führende Sportzeitung Przegląd Sportowy  und der private TV-Sender Polsat. Die Entscheidung überraschte, denn die Polenrundfahrt ist selbst dem Radsportweltverband UCI nicht ganz geheuer. Das liegt vor allem an dem gefürchteteten Streckenplan mit engen und meist abfälligen Zieleinläufen, die großes Spektakel provozieren – mit fatalen Folgen.

Ausgerechnet 2020 geschah das längst Befürchtete: der holländische Rennfahrer Fabio Jakobsen wurde im Zieleinlauf von Katowice von seinem Landsmann Dylan Groenewegen bei Tempo 80 km/h in die Absperrgitter gedrängt und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Mehrere Brüche, erhebliche Gesichtsverletzungen und  der gesamte Kiefer mit Zahnimplationen mussten operiert und plastisch rekonstruiert werden.

Im Jahr zuvor (2019) war das belgische Rad-Talent Lambrecht (+22) nach einem Sturz im Gedränge zu Tode gekommen. Auch hier war dem Rennleiter  Czeslaw Lang eine Mitverantwortung für den Vorfall von der UCI vorgehalten worden, doch es änderte nichts wesentlich am Streckenplan.

Quellen:Polsat/UCI/Tour de Pologne/ds/11.01.2021
 
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