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Airport-Pläne: Krakau baut aus, Lodz gibt auf. Drucken E-Mail
  Die Flugzeuge parken am Boden, die Luft erholt sich vom CO2, die Ticketcounter im Airport sind verwaist, und niemand weiß, was Corona noch bringt. Planen ist kompliziert geworden. Allein im zweiten Quartal 2020 ging die Zahl der in Deutschland startenden Passagierinnen und Passagiere laut Statistischem Bundesamt um 97 Prozent zurück. Polens Staatsairline LOT ist auch selten am Himmel zu sehen. Kurz vor Heiligabend allerdings trug EU-Kommissarin Margarethe Vestager zur Festtagsstimmung bei. 650 Millionen Euro nickte sie ab:  400 Millionen als zinsgünstiges Darlehen und 250 Millionen als Kapitalzuführung,“ damit LOT ihren Service in Polen auch künftig erbringen könne“, wie  sie sagte. Das schafft auch Luft, die landesweite Infrastruktur update zu planen, wenn Corona die Intensivstationen verlassen hat.

Rund 40 Kilometer  von Warschau entfernt wird Utopia in Angriff genommen, ein Mega-Airport als Beispiel für den Berliner BER, das es auch schneller geht. Nur um die acht Milliarden Euro soll er kosten und in sechs Jahren startklar sein als neues EU-Drehkreuz Richtung Osten. Für das Eröffnungsjahr sind 40 Millionen Fluggäste geplant, so viele wie derzeit alle 14 polnische Airports bedienen, 100 Millionen sollen es in den 2040ern sein.

Nächstes Projekt ist Krakaus Airport  „Balice“. Gemessen an der Passagierzahl ist er Polens zweitgrößter Flughafen. 2019 fertigte er 8,5 Millionen Passagiere ab. Billigflieger sorgten seit 2018 für einen 50-prozentigen Zuwachs an Passagieren, sodass nun eine neue Landebahn und ein Frachtterminal für rund 330 Millionen Euro in der Planung sind.

Dafür muß der Flughafen in Lodz um seine Zukunft bangen. Ursprünglich  als Drehtür zum asiatischen Markt vorgesehen, haben sich die Kosten nicht eingespielt.

Nun wird ein Käufer gesucht, doch so leicht erfüllen sich die Hoffnungen nicht.
Die Stadt ist Eigner mit 95.5 Prozent und bietet das Aktienpaket für rund 80 Millionen Euro an.

Als Schnäppchen sozusagen: coronabedingt.


Quellen: PAP/The Warsaw Voice/ds/21.01.2021
 
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