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Erste LGBT-freie Stadt wieder zurück zur Normalität Drucken E-Mail
  Der Stadtrat der 18.300-Einwohner-Stadt Nowa Dęba im Karpartenvorland hat sich  mit 15 zu 10 Stimmen wieder für Normalität entschieden. Zwei Jahre hat sich die Kleinstadt als „LGBT-frei Zone“ geoutet – so wie über 100  Städte. Doch nun werden die Stadtschilder mit dem Hinweis, „LGBT-frei“ zu sein,  wieder abgeräumt. Alles sei nur ein unglückliches Mißverständnis  gewesen, erklärte der Ratsvorsitzende der Stadt, Damian Diektiarenko: „Wir können niemandem länger erlauben, das Ansehen unserer Gemeinde wegen dieser Deklaration zu beflecken“, sagte er. Hallo, zwei Jahre lang stramm homophil marschiert – und plötzlich die eigene Schleimspur verlassen?

Den Stadtrat hat die zweite Aufkündigung einer europäischen Städtepartnerschaft erreicht. Die erste kam von der irischen Partnerstadt  Fermoy im vergangenen Oktober. Nach 14jähriger Zusammenarbeit erklärte der irische Stadtbeauftragte brüsk:

 „Wir müssen uns gegen solche Leute wehren. Das kann man doch im Jahr 2020 nicht machen und auch noch damit durchkommen.“

Nun will auch die französische Kleinstadt Ploemeur nichts mehr mit Nowa Dęba  zu tun haben. Und die belgische Partnertstadt  Diksmuide hat mitgeteilt, die Kontakte vorerst ruhen zu lassen.

Dass  Nowa Dęba zur Normalität zurückkehrt, soll dem Vernehmen nach finanziellen Überlegungen geschuldet sein.

EU-Förderanträge von LGBT-freien Zonen sind in den vergangenen Monaten abgelehnt worden, nachdem sich  EU-Kommissarin Ursula von der Leyen im Juli 2020 dafür ausgesprochen hat.

Zuvor, am 18. Dezember 2019, hatte  das Europäische Parlament mit 463 zu 107 Stimmen für eine Verurteilung der LGBT-Zonen in Europa gestimmt.

Quellen:mannschaft.com/ europarl.europa.eu /Fermoy/ds/04.02.2021
 
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