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Starke Kirchenaustritte in Krakau - Lawine in Köln Drucken E-Mail
  Polens Bischofskonferenz macht seit rund zehn Jahren keine Angaben über die Zahl der Kirchenaustritte. Das obliegt einzig ihrer Entscheidung, und so dringt nur nach außen, welche Auswirkungen die Mißbrauchsfälle auf die Gläubigen haben, fast 90 Prozent der 38-Millionen-Bevölkerung. Die  Kirchenausstritte nehmen zu, und werden von der Bischofskonferenz als Warnzeichen gedeutet, zumal mit der Corona-Pandemie weniger an Spenden fließt und was in den Klingelbeutel fällt immer leichter wiegt. Die Kirche fürchtet den Anflug der Pleitegeier, die ersten Meldungen werden  seit Monaten in die Kanzelreden eingebaut. Nun eben hat die Bischofskonferenz für Krakau ihren Schleier gelüftet und einen für sie verheerenden Anstieg der Kirchenaustritte bekanntgegeben:

Seit 2020 seien der Krakauer Erzdiozese mehr als dreimal so viele Menschen vom Glauben gefallen: 445 gegenüber 123 im Jahr 2019.

Im weit entfernten Kölner Bistum dürfte Erzbischof Woelke die Meldung mehrmals gelesen zu haben, um  sie zu glauben. Er hat mit einem Mißbrauchsfall zu tun, bei dem ihm die Journaille Vertuschung vorhält. Dass Woelke den Vorwurf nicht ausräumt, haben bereits weit über 200.000  Gläubige mit hrem Kirchenaustritt quittiert. Das sind monatlich locker über eine Millionen Euro weniger Kirchensteuer, schreckt aber den Erzbischof nicht. Kirchenaustritte sind im Trend, sowohl von den Katholiken  wie auch Protestanten wird zwangsläufig genug Kirchensteuer vom Staat eingezogen. Wer austritt, erfäht das Meldeamt, von ihm das Finanzamt und dann der Arbeitgeber, um die Kirchensteuer vom Lohnzettel zu streichen.

In Polen gibt es keine Kirchensteuer. Die Gläubigen spenden ,opfern in den Klingelbeutel  und zahlen für Kirchendienste von der Taufe bis zur Grabrede. Wer davon keine Gebrauch machen will, muß seinen Pastor überzeugen. Nicht mehr dazugehören, kommt einer gesellschaftlichen  Isolation gleich. Das  bestimmt auch die Zangenwirkung der gegenwärtigen PiS-Regierung.

Seit coronabedingt weniger Menschen die Gottesdienste besuchen, sinken auch die Einnahmen. Während in normalen Zeiten 38,2 Prozent der polnischen Katholiken am Sonntag in die Kirche gingen, brach die Zahl während der ersten Pandemiewelle auf 4,4 Prozent ein. Entsprechend mager fiel die Kollekte aus: An einem normalen Sonntag kommen Schätzungen zufolge landesweit rund 20 Millionen Złoty zusammen (umgerechnet 4,4 Millionen Euro) - in der schlimmsten Pandemiephase sank das Spendenaufkommen auf ein Zehntel davon.

Polens Kirche ist nicht wetterfest abgesichert, sie muß ihren aufwendigen Lebensstil ideolgisch eintreiben. Bei Wetterstürmen gibt es Unruhe, kommt eine Corona-Epedemie  um die Ecke, spürt sie schnell, dass ihren Gläubigern die Spendbereitschaft abgeht.

Die Krakauer Warnmeldung könnte Erzbischof Woelki in Köln nicht aus den Schlaf bringen..


Quellen: kisto-koeln /domradio/kirchenausstritte.de/PAP/ds/15.03.2021
 
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