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Polen ab morgen komplett dicht für vorerst drei Wochen Drucken E-Mail
  Die ersten Teillockerungen Anfang März sind Polen nicht gut bekommen. Man hat dem Frust in der Bevölkerung nachgegeben – und bald die Bettenauslastung in den Krankenhäusern am Anschlag. Mobile Zeltbauten werden vorbereitet. Die Infektionszahlen sind explodiert. Am gestrigen Donnerstag wurden 25.052 neue  Infektionsfälle gemeldet, am Tag zuvor waren es 14.396. Die Zahl der coronabedingten Todelfälle stieg auf 372. Befürchtet wird nun, dass die bisherigen Rekordzahlen vom 7 November 2020 (27.875 Infektionen, 674 Tote)  übertroffen werden.

Von den jüngsten Infektionen stehen 54 Prozent in Zusammenhang mit der tödlicheren britischen Mutante.

Bei etwa halber Bevölkerungszahl zu Deutschland hat Polen eine siebentägige Inzidenz von über 300 gegenüber täglichen Schwankungen von 60 bis 90 im Nachbarland. Polen ist auf der in Berlin geführten Risikoliste als gefährliches Reiseland aufgerückt. Vom morgigen Samstag  bis einschließlich 9. April, also über Ostern hinaus,soll sich das Land erholen. Ein quasi totaler Lockdown wurde vom Gesundheitsminister ausgerufen.

Überall in der Öffentlichkeit gilt die Maskenpflicht, wobei nur medizinische Masken zugelassen sind, Stoffmasken oder Visiere genügen nicht.

Dabei hatte sich Polen durchaus auf eine lange Epedemiewelle eingestellt. Bestellt worden sind über rund 100 Millionen Impfdosen, genug um 58 Millionen Menschen zu impfen. Zusätzlich sind insgesamt weitere  acht Millionen Impfdosen bei fast allen Herstellern geordert worden.

Doch bislang angekommen aus dem von der EU-Kommission angekündigten gigantischen Einkauf ist nur wenig -  in Ratenlieferungen.  Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen hatte die Verhandlungen mit den Herstellern geführt.

Die deutsche Allweck-Ministerin  tat ihr Bestes. So, wie  in allen Ministeren zuvor, bis sie als „Katastrophen-Uschi“ zur EU-Kommissiarin bestellt wurde.

Eingefädelt worden war ihr  überraschender Höhenflug von Polen und Ungarn.


Quellen: IAR/TFN/polskieradio/EU/ds/19.03.2021
 
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