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Pandemie lähmt Schattenwirtschaft Drucken E-Mail
Die Schattenwirtschaft  wird in diesem Jahr ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt um drei Prozent auf 18.3 Prozent erhöhen, sagt Polens Institut  für Wirtschaftsanalysen (IPAG) in der am Dinstag vorgelegten Studie voraus. Das ist weniger als erwartet. Im Jahr 2019 belief sich der Gesamtwert der Schattenwirtschaft auf  umgerechnet 90.72 Milliarden Euro und stieg im Jahr 2020 auf 96.79 Mrd. Euro. Für dieses Jahr wird mit 101.56 Mrd. Euro eine prozentual leicht  geringere Zunahme erwartet – bei erhöhten Kosten für Waren und Serviceleistungen. Ursache ist die Pandemie, die in vielen Bereichen zu Sparmaßnahmen und  Lohnkürzungen geführt  und die Aktivitäten der Schattenwirtschaft gelähmt hat.

Die Studie verweist beispielhaft auf  den  von der Pandemie besonders  betroffenen Bereich illegalen Handels:
Der Schmuggel von Zigaretten nach Polen belief sich 2020 auf einen Wert von umgerechnet 476 Millionen Euro, die illegale Produktion im Land erreichte 108 Mio. Euro.

Im Jahr zuvor brachten es der Zigarettenschmuggel auf  606 Mio. Euro und die illegale Produktion auf 173 Mio. Euro.

Da waren die Grenzen noch nicht geschlossen.

Die pandemiebedingte Schließung der Grenzen sorgte für einen deutlichen Rückgang ausländischer Besucher und zeigte ab Juli erkennbare Probleme für die Schattenwirtschaft:

Waren 2019 noch 812.000 ausländische Personen in der polnischen Schattenwirtschaft tätig, fiel  ihre Zahl 2020 auf  752.000 Personen.

In Deutschland betrug der Anteil der Schattenwirtschaft am BIP im Jahr 2020 laut Destatis  10.2 Prozent.


Quellen: IPAG/Destatis/ds/28.03.2021
 
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