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Boykottaufruf gegen Olympiasponsoren Coca Cola + Adidas Drucken E-Mail

“Ich werde keine Coca-Cola und keine Adidas-Schuhe kaufen, wenn sich diese Konzerne nicht aus dem Sponsoring der Olympischen Spiele in China zurückziehen!” Mit diesem Text wird Piotr Niemczyk für den 31. März Anzeigen in vier polnischen Zeitungen schalten. Niemczyk war schon in den Achtzigerjahren für die Friedensbewegung aktiv. Zu den 40 Unterzeichnern gehören auch Joanna Kluzik-Rostkowska (PiS), Konstanty Miodowicz (PO) und Jan Litynski von der Demokratischen Partei (PD).
Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg hatte sich als künstlerischer Berater der Spiele zurückgezogen und der Schauspieler Richard Gere  öffentlich  einen Boykott gefordert. “Es gibt gewisse Grenzen, wie weit man gehen darf, um Geld zu verdienen”, sagt Niemczyk. Er schließt Aktionen gegen andere Sponsoren nicht aus. Es gibt auch Vorschläge, durch den Boykott chinesischer Produkte gegen das Vorgehen im Tibet zu demonstrieren. Dann würden viele Regale in polnischen Märkten leer stehen. Adidas hat auf internationale Boykottaufrufe mit einer Ad-hoc-Meldung reagiert:

 "Adidas ist wie viele andere Organisationen und Unternehmen der Meinung, dass ein Boykott kontraproduktiv wäre... Man sollte von Sponsoren nicht erwarten, dass sie politische Probleme lösen können". 

Adidas ist offizieller Partner der Olympischen Spiele und rüstet unter anderem die rund 40.000 freiwilligen Helfer aus. Daneben werden 18 Olympia-Teams von dem Herzogenauracher Konzern ausgestattet, darunter auch die chinesische und die deutsche Mannschaft.  Bis 2010 erwartet das Unternehmen in China einen Umsatz von einer Milliarde Euro.

Ad-Hoc-News.de/dpa/gazeta/Polen am Morgen/ds/28.03.2008

 
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