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Deutsch-Polnisches Jugendwerk lobt sich Drucken E-Mail

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) hat nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck und Europastaatssekretär Gerd Harms eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Platzek lobte   die „wertvolle und unverzichtbare Unterstützung des deutsch-polnischen Dialogs“ der tournusgemäß aus dem Amt geschiedenen DPJW-Geschäftsfüherin Doris Lemmermeier. Und Harms laudierte: „Das Jugendwerk hat seit seiner Gründung in 1991 einen unschätzbaren Beitrag für das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen und damit für das Zusammenwachsen beider Völker geleistet.“

Seit dem Bestehen des nach dem deutsch-französischem Vorbild gegründeten  Jugendwerks wurden rund 35.000  Projekte gefördert, bei denen insgesamt rund 1,6 Millionen junge Deutsche und Polen mitmachten. Dazu zählen ehrenamtliche Arbeit im Nachbarland, Diskussionsrunden über Politik und Geschichte, die gemeinsame Pflege von Kriegsgräbern, sportlicher Wettstreit und kulturelle Veranstaltungen. Auf deutscher Seite sind daran besonders die Bundesländer Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligt, auf polnischer Seite die Wojewodschaften Westpommern, Schlesien und Großpolen.

Während der fast zweijähringen Kaczynski – Regierung (Nov. 2005 bis Oktober 2007)vereiste das Tauwetter unter Erziehungsminister Roman Giertych. Vorbereitete Austauschprogramme wurden kurzfristig abgesagt und von polnischer Seite der Geldhahn zugedreht – bis auf höchster bundespolitischer Ebene Druck ausgeübt wurde. Beide Länder teilen sich die Kosten zur Häfte (2005: 9,2 Mio. Euro). Die wiederaufgenommene Zahlung ließ Giertych demonstrativ in Raten anweisen, so dass Planungen erschwert, oft unmöglich wurden.

Entsprechend muß das DPJW mit letzten Erfolgszahlen auf das Jahr 2005 zurückgreifen. Da gab es rund 1500 aktive deutsch – polnische Schulpartnerschaften mit 160.000 TeilnehmerInnen. Der neue Geschäftsführer, Stephan Erb, kann auf engagiertes Wohlwollen der Tusk – Regierung  setzen. Tusk, geboren in Danzig, galt den Kaczynskis und Giertych als Trojaner, gern abfällig genannt „der Deutsche“.

DPJW/ds/01.04.2008

 
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