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Seit der politischen Wende von 1989 haben alle polnischen Regierungen im Wahlkampf die „Frauenfrage“ auf ihre Fahne geschrieben und versprochen, für die Frauen ein Gleichstellungsgesetz in der Verfassung zu verankern. Dazu ist es bis heute nicht gekommen. Dafür aber Anfang der 1990er-Jahre zu einem Abtreibungsgesetz, dass den Polinnen das Recht verwehrt, über ihren Körper und die Schwangerschaft selbst zu verfügen. Repräsentative Umfragen aus den Jahren 1995, 1998 und 2006 bestätigen, dass sich die gesellschaftliche Stellung der Frauen in 12 Jahren kaum verbessert hat – siehe LINK zur Analayse.
Ausnahmen gab es immer nur in für Polen existentiell bedrohlichen Zeiten – in den 1830/40er-Jahren, nach dem 1. Weltkrieg, während der NAZI - Besatzung und unter kommunistischer Herrschaft. Dann übernahmen Frauen Führungsrollen – im Untergrund. Danach fanden sie sich stets wieder abgedrängt in die gesellschaftliche Nische, die ihr die patriarchalisch - katholische Männergesellschaft vorbestimmt hat. In einer 14-seitigen Analyse beschreibt Bożena Chołuj den historischen Beitrag der polnischen Frauenbewegungen und belegt mit Diagrammen, dass die Männergesellschaft nur zögerlich bereit ist, die Nische der Frauen zu öffnen. So bleibt ihnen wohl nur als Hoffnung, dass die EU verstärkt Druck ausübt auf die polnische Regierung, endlich eine frauenfreundliche Geschlechterpolitik in die Verfassung zu verankern. Mahnungen seitens der EU gab es bereits zuhauf. Aber keine Antworten aus den administrativen Regierungsdschungel. Herausgeber der Analyse: Deutsches Polen Institut. Link zur Analyse: http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen34.pdf DPI/ds/04.06.2008
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