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Nobelpreisträger Drucken E-Mail

 CZESŁAW MIŁOSZ (1911-2004) 

Dichter, Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. Er erhielt 1980 den Literaturnobelpreis, 1998 den polnischen Literaturpreis Nike für "Hündchen am Wegesrand" sowie mehrfach die Ehrendoktorwürde, darunter von der Harvard University und der Jagiellonen-Universität Kraków. Ab 1951 lebte er in der Emigration. In den 90er Jahren siedelte er wieder nach Polen in die Stadt Kraków. Er hatte eine Professur in der Abteilung Literatur und Slawische Sprachen an der Californian University in Berkeley. Anschließend war er Professor an der Harvard University. Seine wichtigsten Poesiesammlungen sind: "Rettung" (1945), "Tageslicht" (1953), "Poetischer Traktat" (1957), "Stadt ohne Namen" (1969) und "Das" (2000). Er hat hervorragende Essays, Artikel und Prosa verfasst, z. B. "Verführtes Denken" (1953), "West- und östliches Europa" (1959), "Das Land Urlo" (1977), "Geschichte der polnischen Literatur" (1969) und "Die zweite Dimension" (2002).

 HENRYK SIENKIEWICZ ( 1846 – 1916)

Schriftsteller. Sienkiewicz wurde im russischen Teil Polens geboren. Sein Vater war im Widerstand gegen die Besatzungsmacht tätig. Zunächst veröffentlichte er kurze satirische Texte, ehe er 1876 eine Reise in die USA machte. Von dieser Reise berichtete er in polnischen Zeitungen. Er erhielt 1905 „auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller“ den Nobelpreis für Literatur Sienkiewicz wurde vor allem durch seinen Roman Quo Vadis (1896).

 MARIA SKŁODOWSKA CURIE (1867-1934)

Physikerin und Chemikerin. Sie wohnte und arbeitete in Frankreich. Sie war die erste Professorin an der Sorbonne. Mit ihrem Mann Pierre Curie hat sie 1898 die Elemente Polonium und Radium entdeckt. Zweimal erhielt sie den Nobelpreis: 1903 für Physik (mit ihrem Mann) für Forschungen auf dem Gebiet der natürlichen Radioaktivität und 1911 für Chemie für die Gewinnung reinen Radium

 WISŁAWA SZYMBORSKA (geb. 1923)

Dichterin und Literaturkritikerin, Literaturnobelpreisträgerin von 1996. Vor ihr erhielten Henryk Sienkiewicz, Władysław Reymont und Czesław Miłosz den Literaturnobelpreis. 2001 erhielt sie das Diplom eines Ehrenmitglieds der Amerikanischen Akademie der Kunst und Literatur. Es ist die wichtigste amerikanische Auszeichnung für hervorragende Künstler. Ihre wichtigsten Gedichtsammlungen sind "Warum wir leben" (1952), "Fragen an sich selbst" (1954), "Der Ruf nach dem Yeti" (1957), "Hundert Freuden" (1967), "Menschen auf der Brücke" (1986), "Wahllektüre" (1992), "Ende und Anfang" (1993), "Ausblick mit Sandkorn" (1996), "Hundert Gedichte - Hundert Freuden" (1997) und "Augenblick" (2002).

 LECH WAŁĘSA (geb. 1943)

Gewerkschafter, Politiker, Friedensnobelpreisträger 1983, Träger der Ehrendoktorwürde vieler Universitäten, darunter der Harvard University, der Columbia University und der Danziger Universität. 1980 führte er den Streik in der Danziger Werft an. 1980-81 war er Vorsitzender der Landeskommission der Gewerkschaft "Solidarność" (Solidarität). Er nahm an den Verhandlungen mit den kommunistischen Führern teil, bei denen man sich 1989 über die Einrichtung eines Runden Tisches einigte. 1990 wurde er zum Vorsitzenden der Solidarność gewählt. 1990-95 war er Präsident der Republik Polen. Aus seiner Feder stammen u. a. die Bücher "Weg der Hoffnung" (1987) und "Weg der Freiheit" (1991).

 WLADYSLAW STANISLAW REYMONT (1867 – 1925)

Schriftsteller. Reymont ließ sich 1893 in Warschau als Schriftsteller nieder, wo er 1896 seinen ersten Roman Die Komödiantin veröffentlichte. Reymont gehörte zum Kreis der Dichter der Młoda Polska (Junges Polen). 1924 erhielt er für seinen vierbändigen, nach Jahreszeiten unterteilten Roman Die Bauern den Literatur-Nobelpreis. Weitere Werke: „Die Herrin“, „Das gelobte Land“, Trilogie „Das Jahr“, „Der Vampir“, „Die Empörung“.

 
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