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Schuluniform könnte etlichen Schulen teuer zu stehen kommen Drucken E-Mail

Nachdem das Bildungsministerium  die im April 2007 beschlossene Verpflichtung zum Tragen von Schuluniformen  kassiert hat, stehen etliche Schulen nun mächtig in der Bredouille. Um die von den Eltern zu tragenden Kosten niedrigst zu halten, hatten sie als Vertragspartner mehrjährig laufende  Verträge mit den Textilproduzenten abgeschlossen.
Angesichts der zu erwartenden Großaufträge investierten die Nähfabriken – und  befürchten nun, auf Jahre nicht ausgelastet zu sein. Betroffen sollen etwa 200 Firmen sein. Den Schulen drohen Entschädigungsklagen wegen Vertragsbruch. Den zu erwartenden Verlust haben sich  die  Nähfabriken  schon mal ausgerechnet: rund 10 Millionen Zloty (2.9 Mio. €).

Die Einführung der Schuluniformen war von dem höchst umstrittenen und in Skandalen verwickelten Ex-Bildungsminister Roman Giertych durchgeboxt worden. Der stramm rechtskonservative Giertych, auf Protestplakaten mit Hakenkeuzbinde ausstaffiert, fühlte sich berufen, Zucht und Ordnung an polnischen Schulen einzuführen und die Schulgelände mit Überwachungskameras auszustatten. Die polnischen SchülerInnen reagierten auf subtile Art: Verpönt am PC war die Verwendung der Schrift Times New Roman.

Dziennik/Polen am Morgen/ds/06.09.2008
 
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