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Erzbischof Schick übergab Reliquie von Otto dem Heiligen Drucken E-Mail

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im polnischen Wallfahrtsort Skrzatuz eine Reliquie des heiligen Bischofs Otto von Bamberg (um 1060 – 1139) übergeben. Dieser hatte vor 900 Jahren Pommern christianisiert. Schick, der auch Vorsitzender der deutsch-polnischen Kontaktkommission ist, nahm am Sonntag, dem Fest der Kreuzerhöhung, an der Wallfahrt der Diözese Koszalin-Kolobrzeg teil.

Otto versuchte im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser zu schlichten. 1106 wurde er bei seiner Reise zum Papst von Paschalis II. gegen seinen Willen zum Bischof von Anagni geweiht. Da er im erneut ausgebrochenen Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst auf Heinrichs V. Seite gestanden hatte, wurde er 1118 auf der Synode in Fritzlar von der päpstlichen Partei unter Führung des Kardinallegaten Kuno von Praeneste seiner Ämter enthoben. Er wirkte maßgeblich an den Beschlüssen des Wormser Konkordats von 1122 mit.

Otto gelang die Christianisierung Pommerns: Als Herzog Boleslaw III. von Polen 1121/1122 das heidnische, bis dahin unabhängige Pommern unterwarf, hatte er ein Interesse an der Christianisierung des Landes. Die Missionsreise eines aus Spanien stammenden Bischofs Bernhard nach Pommern war erfolglos geblieben. Daraufhin trat Herzog Boleslaw an Otto mit der Bitte heran, das Land zu christianisieren. In zwei Missionsreisen, 1124 bis 1125 und 1128, kam Otto nach Pommern. Er taufte zahlreiche Menschen und zerstörte die Tempel der slawischen Götter. Noch heute wird Otto als der Apostel der Pommern verehrt.

kathweb/wikipedia/ds/16.09.2008
 
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