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Führungswechsel am Deutschen Historischen Institut in Warschau Drucken E-Mail

Das Deutsche Historische Institut in Warschau (DHI) hat einen neuen Leiter. Der Historiker Prof. Dr. Eduard Mühle (51) tritt die  Nachfolge von Klaus Ziemer an. Mühle kommt als  Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg und Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte Ostmitteleuropas und Osteuropas an der  Wilhelms-Universität Münster nach Warschau – und ist bereits bestens eingearbeitet: Seit 2006 steht er  dem Wissenschaftlichen Beirat des Warschauer DHI vor. Seine vierbändige  „Geschichte Ostmitteleuropas“ fand durchweg anerkennende  Rezensionen.

Ein Schwerpunkt des Warschauer DHI werde weiterhin die deutsch-polnische Konfliktgeschichte im 20. Jahrhundert bleiben, sagte Mühle bei der Einführung. Als weitere Forschungsprojekte nannte er Gewalt und Verbrechen in den 1930er und 1940er Jahren, die Rolle der Kirche und Religion in den Modernisierungsprozessen im 16. bis 19. Jahrhundert sowie die Erforschung der Stadtgeschichte Polens im Mittelalter. Das Deutsche Historische Institut in Warschau wurde 1993 gegründet. In der zehnjährigen Amtszeit Ziemers bezog das Institut einen repräsentativen Altbau im Botschaftsviertel der Hauptstadt. In dem Institut arbeiten namhafte Historiker – unter anderem auch Andreas Kossert, der mit dem Buch "Kalte Heimat" über das Schicksal der Vertriebenen in Deutschland für Aufsehen gesorgt hat.

Polskie Radio/wwu-münster/ds/04.10.2008

 
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