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NIKE-Literaturpreis 2008 für Olga Tokarczuk Drucken E-Mail

Mit dem alljährlich im Oktober verliehenen polnischen Literaturpreis NIKE  für das beste Buch des Jahres wurde am Sonntag Olga Tokarczuk  ausgezeichnet für ihren Erzählroman „Bieguni“, in dem sie eine Welt beschreibt, in der die Menschen ständig auf Reisen sind. Sie habe damit den Versuch unternommen, die „Gegenwart mit dem Bild des Reisens zu verbinden“, sagte die 46-jährige Schriftstellerin anläßlich der Ehrung in Warschau.
Schon seit Jahren zählt sie in Polen zu den meist beachteten und kommerziell erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart, vor allem wegen ihres herausragenden mythologischen Stils. Auch in Deutschland ist sie keine Unbekannte: Acht ihrer bisher zwölf Werke sind übersetzt, 2002 wurde sie mit dem Brücke Berlin-Preis und in diesem Jahr mit dem Samuel-Bogumil-Linde-Preis ausgezeichnet.

In Polen wurde ihr bereits dreimal der NIKE-Publikumspreis verliehen – und jetzt die ultimative NIKE-Auszeichnung.

NIKE ist ein 1997 von der Gazeta Wyborcza und der NICOM Consulting  ins Leben gerufener Literaturpreis, der zwei Kategorien vorsieht:  Der Wettbewerb, an dem nur lebende Autoren teilnehmen können, umfasst drei Stufen: Im Mai schlägt eine neunköpfige Jury 20 Bücher vor, aus diesen wählt sie im September sieben Finalisten aus, daraus am Tag der Verleihung im Oktober wiederum den Träger des Preises, der mit 100.000 Złoty dotiert ist.

Die unterlegenen Finalisten werden mit dem NIKE-Publikumspreis geehrt. Ihre Notierung bestimmen die Leser der Gazeta Wyborcza. Als die dazu erstmals aufgerufen wurden, hatte sich die Mehrheit für  Olga Tokarczuk entschieden, 1999 und 2002 ebenfalls. Jetzt wurde der Schriftstellerin  die höchste  literaische Ehrung zuteil.

Gazeta Wyborcza/Polskie Radio/wikipedia/Foto: Tomasz Wiech/ds/07.10.2008

 
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