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 WALERIAN BOROWCZYK (geb. 1923)

Grafiker, Regisseur für Spiel- und Zeichentrickfilme. Er schuf Plakate, Lithografien, Karikaturen und satirische Zeichnungen. Seine interessantesten Filme sind: "Das Haus" (1958, Zeichentrick, mit Jan Lenica) und die Spielfilme "Goto, Insel der Liebe" (1969), "Blanche" (1972), "Lulu" (1980) und "Geschichte einer Sünde" (1975).

  JERZY GROTOWSKI (1933-99)

Regisseur, Kunsttheoretiker, Pädagoge, Reformator der Schauspielkunst. Er war Gründer und Direktor des reformatorischen Theaters 13 Reihen, später "Laboratorium" genannt. Populär wurde Grotowski durch die Regie der Klassiker "Die Ahnenfeier" (1961), "Akropolis" (1962), "Kordian" (1962), "Faust" (1963), "Der unbeugsame Prinz" (1965) und "Apocalypsis cum figuris" (1968). Von 1983 an arbeitete er in den USA, und anschließend in Italien, wo er in Ponter ein Theaterzentrum gründete, das ein Forschungsprogramm verwirklichte. Von 1985 an war er Professor am College de France in Paris, wo er Vorlesungen zur Theaterkunst hielt.

  JERZY GRZEGORZEWSKI (geb. 1939)

Regisseur und Bühnenbildner. Er arbeitet an Theatern in Łódź, Kraków, Wrocław und Warszawa. Seine besten Inszenierungen waren u. a. "Amerika" (Kafka), "Die Hochzeit" (Gombrowicz), "Novembernacht", "Die Hochzeit", "Die Richter" (Wyspiański) und "Halka Spinosa". Er ist Direktor vom Teatr Narodowy (Nationaltheater) in Warszawa.

 ARBARA HANICKA (geb. 1960)

Bühnenbildnerin. Ihre Kariere begann sie mit dem Regisseur und Bühnenbildner Jerzy Grzegorzewski an Stücken wie z. B. "Die Falle" (1984) und "Die Dreigroschenoper" (1986). Unter ihren jüngsten Arbeiten waren "Die Hochzeit" (1998) und "Die Operette" (2000) die interessantesten. Sie hat viele polnische Preise bekommen. Beim Theatervergleich in Opole wurde 2000 ihr Bühnenbild für "Yvonne - Die Burgunderprinzessin" ausgezeichnet.

  AGNIESZKA HOLLAND (geb. 1948)

Regisseurin für Film, Theater und Fernsehen. Seit 1981 lebt und arbeitet sie im Ausland. Sie ist Mitglied der Europäischen Filmakademie und wurde für den Film "Bittere Ernte" (1985) für den Oscar nominiert. Ihre bekanntesten Streifen sind "Provinzschauspieler" (1978, FIPRESCI-Preis, IFF Cannes), "Fieber" (1980, Silberner Bär, IFF Berlin), "Die Einsame Frau" (1981), "Der Priestermord" (1988), "Europa, Europa" (1990, Golden Globe), "Der geheime Garten" (1994), "Total Eclipse" (1995), "Washington Square" (1997), "Das dritte Wunder" (1999) und "Julias Heimkehr" (2001).

 SŁAWOMIR IDZIAK (geb. 1945)

Kameramann. Er erhielt eine Oscar-Nominierungen für die Bilder in "Black Hawk Down" (2001) von Ridley Scott. Außerdem drehte er "Berge in der Dämmerung" (1970), "Dirigent" (1979), "Imperativ" (1982), "Die zwei Leben der Veronika" (1991), "Drei Farben: Blau" (1993) u. a. Idziak arbeitet in den USA.

 KRYSTYNA JANDA (geb. 1952)

Theater- und Filmschauspielerin. Sie debütierte in dem bekannten Andrzej-Wajda-Film "Der Mann aus Marmor" (1976). Außerdem spielte sie in "Der Mann aus Eisen" (1981), "Dekalog II und V" (1988), "Papa" (1995) und "Vorfrühling" (2000). Sie ist sehr vielseitig und spielt gern dramatische wie auch komische Rollen. Auch ihr Gesang und ihre kabarettistischen Leistungen sind hervorragend. Als erste Frau wurde Krystyna Janda in Aachen mit dem europäischen Medienpreis, die Karlsmedaille, ausgezeichnet.. Der Preis würdigt die herausragende schauspielerische Leistung und die europäische Ausrichtung der  Künstlerin, hieß es in der Begründung des gleichnamigen Vereins.

 JERZY JAROCKI (geb. 1929)

Schauspieler und Regisseur. Er arbeitet für Theater in Kraków (Teatr Stary), Warszawa und Wrocław und spielte bisher in über 70 Stücken (u. a. von Shakespeare, Różewicz, Witkiewicz, Mrożek, Gombrowicz und Tschechow). Jarocki arbeitet leidenschaftlich gern mit Schauspielern und bevorzugt schlichte Bühnenbilder

 JANUSZ KAMIŃSKI (geb. 1959)

Kameramann. Er lebt und arbeitet in den USA. 1993 erhielt er den Oscar für "Schindlers Liste" von Steven Spielberg (sowie den BAFTA-Preis und den Preis der Filmkritiker von Los Angeles und New York). Er ist bekannt für Filme wie "Die verlorene Welt - Jurassic Park" (1997), "Gefreiter Ryan" (1998, Oscar) und "Künstliche Intelligenz" (2001). Er ist Mitglied der Amerikanischen Gesellschaft der Kameramänner, der die besten Vertreter dieses Fachs angehören.

 Tadeusz Kantor (1915-90) - Selbstportrait

Maler, Grafiker, Regisseur, Drehbuchautor, Professor an der Akademie der Schönen Künste in Krakau, 1942-44 Regisseur für ein experimentelles Untergrundtheater in Krakau. Nach dem Krieg gründete er das Avantgardetheater Cricot 2. Dort wurden u. a. Witkacy-Stücke aufgeführt wie „Der Tintenfisch”, „In einem kleinen Hof”, „Narr und Nonne” und „Wasserhuhn”. Seine wichtigsten Aufführungen waren: „Die tote Klasse“ (1975), „Wielopole, wielopole“ (1980), „Niech sczezna („sczzna“ bedeutet „umrzec“ also z.B. Artisten sollen sterben artysci“ (1985) und „Ich komme nie wieder hierher zurück“ (1985). Seine wichtigsten Bilder sind „Mann mit Schirm” (1949), der Zyklus „Industrietaschen” (1964), „Emballage” (1964-75), der Zyklus „Weiter ist nichts” (1986-90) und „September-Niederlage” (1990).

 KRZYSZTOF KIEŚLOWSKI (1941-96)

Regisseur und Drehbuchautor. Seine Karriere begann er 1966 mit Kurzfilmen wie "Arbeiter 71" (1972) und "Lebenslauf" (1975). Seine nächsten Streifen brachten ihm erste Preise auf Filmfestivals ein. Für "Die Narbe" (1976) erhielt er einen Preis auf dem Filmfestival in Danzig, für den Film "Der Amateur" (1979) Preise in Moskau und Chicago. Sein 1988-89 gedrehter "Dekalog I-X" verschaffte ihm hohes Ansehen in der Filmwelt (FIPRESCI-Preis). Ähnlich erfolgreich waren "Die zwei Leben der Veronika" (1991), "Drei Farben: Blau" (Goldener Löwe in Venedig), "Drei Farben: Weiß" (Silberner Bär in Berlin) und "Drei Farben: Rot" (Oscar-Nominierung), die er 1993-94 als polnisch-französische Koproduktionen realisierte. Für sein Filmschaffen erhielt er Dutzende Auszeichnungen und Preise, darunter den "Felix" von der Europäischen Filmakademie.

 TADEUSZ ŁOMNICKI (1927-92)

Schauspieler, Bühnen- und Filmregisseur, Dozent und Rektor an der Staatlichen Theaterhochschule in Warszawa. Aufgrund seines außergewöhnlichen Talents spielte er schon als Student im Teatr Stary in Kraków. Seinen Platz in der polnischen Theatergeschichte verschaffte er sich mit der hervorragenden Rolle des Kordian im gleichnamigen Drama von Słowacki. Er spielte in vielen Filmen wie z. B. "Die Generation" (1955), "Eroica" (1958), "Der erste Tag der Freiheit" (1964), "Herr Wołodyjowski" (1969), "Die Sintflut" (1964) und "Der Mann aus Marmor" (1977).

 MARCEL ŁOZIŃSKI (geb. 1940)

Regisseur von Dokumentarfilmen. Seine Filme gehören zum so genannten Kino der moralischen Unruhe. Sie brachten ihm Festivalpreise im In- und Ausland ein: z. B. "Frontalzusammenstoß" (1975, Goldener Lajkonik in Kraków), "89 mm nach Europa" (1993, Preis in Oberhausen, Oscar-Nominierung) und "Alles kann passieren" (1994, Grand Prix Goldener Drache in Kraków).

 KRYSTIAN LUPA (geb. 1943)

Theaterregisseur und Bühnenbildner. Er hat viele prestigeträchtige Preise erhalten. Für das Stück "Die Träumer" (1988) erzielt er z. B. den Swinarski-Preis und für "Die Schlafwandler" den Preis der französischen Kritiker für das beste ausländische Stück der Saison 1998/99. Im Jahr 2001 verlieh ihm die österreichische Regierung das Verdienstkreuz I. Klasse für seine Verdienste bei der Verbreitung von Stücken österreichischer Autoren. Er war lange mit dem Teatr Stary in Kraków verbunden. Seit Mitte der 90er Jahre wirkt er im Teatr Polski in Wrocław.

  ROMAN POLAŃSKI (geb. 1935)

Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor. Er arbeitete in England, in den USA, in Frankreich und Polen. Seine Karriere begann mit Studentenfilmen, für die er zahlreiche internationale Preise bekam. Dazu zählen "Zwei Männer und ein Schrank" (1957, Preise auf dem IFF EXPO '58 in Brüssel, Grand Prix in der Kategorie Experimentalfilme in San Francisco, Preis in Oberhausen), "Der Dicke und der Dünne" (1961, Preis in Oberhausen) und "Säugetiere" (1962, Grand Prix in Tours und Oberhausen). Unter anderem drehte er die Spielfilme: "Das Messer im Wasser" (1962, Oscarnominierung, FIPRESCI-Preis in Venedig, Grand Prix in Prades, Bronzener Delphin in Teheran), "Ekel" (1965, Silberner Bär, Berlin), "Wenn Kattelbach kommt" (1966, Goldener Bär, Berlin), "Rosemarys Baby" (1968, Oscarnominierung), "Chinatown" (1974, Golden Globe, Hollywood), "Der Mieter" (1976), "Tess" (1980, Cäsar für Film und Regie), "Piraten" (1986), "Frantic" (1988) und "Der Pianist" (2001, Goldene Palme, Cannes). Seit 1999 ist er Mitglied der Französischen Akademie der Schönen Künste.

 WOJCIECH PSZONIAK (geb. 1942)

Schauspieler. Anfangs spielte er in einem der besten polnischen Theater, im Teatr Stary in Kraków, wo er sich mit seinen Rollen aus dem klassischen Repertoire Ruhm verschaffte: Shakespeare, Dostojewski und Tschechow. Später spielte er im Nationaltheater (Teatr Narodowy) und im Teatr Powszechny in Warszawa. Seit einigen Jahren wohnt er in Paris und erlangte selbst im französischen Theater Beliebtheit. Bekannt sind auch seine Filmrollen in "Die Hochzeit" (1973), "Das gelobte Land" (1975), "Danton" (1983) und "Korczak" (1990).

 ZBIGNIEW RYBCZYŃSKI (geb. 1949)

Kameramann, Trickfilmregisseur. Er begann seine Karriere in Polen mit Kurzfilmen wie z. B. "Suppe" (1974), "Das neue Buch" (1975) und "Medien" (1980). Damit holte er Preise auf Festivals u. a. in Kraków, Chicago und Melbourne. Der von ihm 1980 gedrehte "Tango" brachte ihm einen Oscar ein. Seit 1983 lebt er in den USA, wo er sich bei der Filmproduktion moderner Computertechnik bedient. Beispiele sind "Die Treppe" (1987), "Manhattan" (1990) und "Kafka" (1994).

 ANDRZEJ SEWERYN (geb. 1946)

Schauspieler. Er debütierte im Warschauer Theater Ateneum. Dann wechselte er zum Film und spielte hervorragende Rollen wie z. B. in "Das gelobte Land" (1975), "Mensch aus Eisen" (1981), "Die Grenze" (1978), "Herr Thaddäus" (1999), "Der Primas. Drei Jahre von einem Jahrtausend" (2001), wo er den Kardinal Stefan Wyszyński darstellte. Seit 1980 lebte und arbeitete er in Frankreich. 1995 ehrte ihn die Gesellschaft der französischen Theaterkritiker mit dem Titel Bester Schauspieler des Jahres. Er ist Dozent an der Staatlichen Theaterhochschule in Warszawa.

 JERZY SKOLIMOWSKI (geb. 1938)

Regisseur, Drehbuchautor und gelegentlich Schauspieler. Seine wichtigsten Filme sind "Besondere Kennzeichen: keine" (1964), "Walkover" (1965, er schrieb das Drehbuch und spielte mit, ausgezeichnet in Mannheim, Preise in Arnheim), "Die Barriere" (1966, Drehbuch, Preise in Bergamo und Valladolid), "Start" (1967, Goldener Bär in Berlin), "Der Schrei" (1979, Preis in Cannes), "Schwarzarbeit" (1983), "Ferdydurke" (1982). Er arbeitet vorwiegend in den USA, in Deutschland und Frankreich. 

KONRAD SWINARSKI (1929-75)

Regisseur und Bühnenbildner. Er gehörte zu den hervorragendsten modernen Regisseuren. Eine Assistenz bei Bertold Brecht war der Anfang seiner Schaffenslaufbahn. Anschließend war er mit den Warschauer Theatern Współczesny, Ateneum und Teatr Wielki sowie mit dem Teatr Stary in Kraków verbunden. Seine Inszenierungen schrieben Theatergeschichte, z. B. "Ungöttliche Komödie" (1965), "Sommernachtstraum" (1970), "Die Ahnenfeier" (1973) und "Befreiung" (1974). Er übernahm die Regie u. a. in Theatern in Norwegen, Israel, Helsinki und in den USA. Außerdem realisierte er Fernsehspiele. Swinarski war Professor an der Staatlichen Theaterhochschule in Kraków.

 DANIEL SZCZECHURA (geb. 1930)

Trickfilmregisseur. Nach einem Studium der Kunstgeschichte an der Warschauer Universität absolvierte er die Fakultät für Kamera an der Staatlichen Theater- und Filmhochschule in Łódź. Seine Werke holten Preise auf Trickfilmfestivals in Oberhausen, Montevideo, Buenos Aires, Cordoba, Paris, Philadelphia und Melbourne. Geschichte machten seine Trickfilme "Der Sessel" (1964), "Das Diagramm" (1966), "Das Hobby" (1968), "Die Reise" (1970), "Verbrannte Finger" (1976) und "Der Sprung" (1978).

 MARIUSZ TRELIŃSKI (geb. 1962)

Drehbuchautor und Regisseur. Für sein Regiedebüt "Abschied vom Herbst" (1990) erhielt er den Preis des Vorsitzenden des Kinematographischen Komitees. Und für "Die Sanfte" (1995) wurde er auf dem Festival in Gdynia und auf dem Festival des Europäischen Kinos in Strassburg ausgezeichnet. Sein jüngster Streifen "Die Egoisten" (1999) hat in der polnischen Filmwelt zahlreiche Kontroversen ausgelöst. Treliński führte in Opern Regie wie z. B. bei "Madame Butterfly", "König Roger" und "Othello".

  ANDRZEJ WAJDA (geb. 1926)

Regisseur. Er gehört zu den Unsterblichen, so nennt man die Mitglieder der Französischen Akademie der schönen Künste. Für sein Gesamtwerk wurde er zweimal geehrt: Er bekam auf dem Filmfestival in Venedig 1998 den Goldenen Löwen sowie im Jahr 2000 den Oscar. Wajda übt eine ganze Reihe gesellschaftlicher und politischer Funktionen aus. 1978-83 war er Vorsitzender des Verbandes der polnischen Filmmacher und 1989-91 Senator im polnischen Senat. Er ist der Hauptvertreter der so genannten Polnischen Filmschule. Seine bedeutendsten Werke: "Generation" (1955), "Kanal" (1957, Silberne Palme in Cannes), "Asche und Diamant" (1958), "Alles zu verkaufen" (1969), "Die Hochzeit" (1973), "Der Mann aus Marmor" (1977), "Das gelobte Land" (1974, Oscarnominierung, Auszeichnungen in Moskau und Gdańsk), "Die Mädchen von Wilko" (1979), "Der Dirigent" (1980), "Der Mann aus Eisen" (1981, Goldene Palme in Cannes), "Danton" (1983, Prix Delluc), "Korczak" (1990), "Herr Thaddäus" (1999) und "Die Rache" (2001). Er hat auch Theaterstücke inszeniert: u. a. von Mrozek, Dostojewski, Witkacy und Shakespeare. Ihm wurde die Medaille der französischen Ehrenlegion und der japanische Orden der aufgehenden Sonne verliehen. 1996 hat er in Berlin den Silbernen Bären empfangen. In Venedig wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. 2001 verlieh ihm der deutsche Bundespräsident das Große Verdienstkreuz.

 KRYSTYNA ZACHWATOWICZ (geb. 1930)

Bühnenbildnerin und Schriftstellerin. Sie arbeitete mit den besten polnischen Regisseuren. Unter Jerzy Jarocki spielte sie viele Witkacy-Stücke im Teatr Stary in Kraków. Sie entwarf das Bühnenbild für Stücke von Shakespeare und Krasiński unter der Regie von Swinarski. Viele Jahre wirkte sie mit dem Regisseur Andrzej Wajda, u. a. in den Stücken "Novembernacht" (1974), "Verbrechen und Strafe" (1984) und "Hamlet" (1989). Außerdem spielte sie zwei Filmen Wajdas, der mit einem Oscar geehrt wurde: "Die Mädchen von Wilko" (1979) und "Herr Thaddäus" (1999).

 KRZYSZTOF ZANUSSI (geb. 1939)

Regisseur und Drehbuchautor. Neben diesen beiden Fächern studierte er auch Physik und Philosophie. Die wichtigsten Werke seines reichen filmischen Schaffens sind: "Struktur des Kristalls" (1969), "Familienleben" (1971, Preise in Chicago und Colombo), "Illumination" (1973, Grand Prix in Locarno), "Quartalbilanz" (1975, Preis in Berlin), "Schutzfarben" (1976, Grand Prix in Gdańsk, Preis in Teheran), "Das Jahr der ruhigen Sonne" (1984, Grand Prix in Venedig), "Bruder unseres Herrn" nach einem Stück von Karol Wojtyła (1997), "Das Leben als eine geschlechtlich übertragene tödliche Krankheit" (2000, Danzig, Goldener Löwe) und "Supplement" (2001). Für seine Filme erhielt er vielfach Preise und Auszeichnungen auf Filmfestivals u. a. in Cannes, Venedig, San Remo und Gdańsk.

 ZBIGNIEW ZAPASIEWICZ (geb. 1934)

Schauspieler und Pädagoge. Er arbeitete in den besten polnischen Spielstätten: Teatr Współczesny, Teatr Dramatyczny und Teatr Powszechny, in dem er Direktor war. Zu seinen hervorragenden Darstellungen gehören Rollen in "Iphigenie auf Taurus" (1961), "Die Trauung" (1974), "König Lear" (1978), "Baal" (1995) und "Der Botschafter" (1995). Er spielte in den Filmen der besten polnischen Regisseure: Zanussi ("Schutzfarben", 1977), Wajda ("Das gelobte Land", 1975) und Kieślowski ("Dekalog V", 1988). 2000 erhielt er einen Preis auf dem Filmfestival in Gdynia für eine der männlichen Hauptrollen in "Das Leben als eine geschlechtlich übertragene tödliche Krankheit" von Zanussi.

Last but not least:

 Johannes Paul II., Karol Wojtyla (1920-2005)

Papst seit dem 16. 10. 1978. Er studierte polnische Philologie. Dann bereitete er sich auf die Priesterwürde vor, um 1946 ordiniert zu werden. 1946-48 studierte er an der Päpstlichen Universität in Rom. Er war Dozent an der Theologischen Fakultät der Jagiellonen-Universität Krakau und ab 1956 Professor und Leiter des Lehrstuhls für Ethik an der Katholischen Universität Lublin. 1958 erhielt er die Bischofsweihe, fünf Jahre später wurde er zum Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal ernannt. Das Pontifikat von Johannes Paul II. ist durch eine Öffnung hin zum Dialog mit der Welt und ein aktives seelsorgerisches Wirken gekennzeichnet. Er vereinigte erstmals in der Geschichte der Kirche alle Glaubensrichtungen zu gemeinsamen Gebeten und knüpfte den Dialog mit den Juden an. Er unternahm  über 200 Auslandsbesuche , darunter mehrfach nach Polen. Unter Führung des polnischen Papstes hat die Kirche viel geleistet: die Reform des Kanonischen Rechts (1984), die Erarbeitung eines neuen „Katechismus der Katholischen Kirche” (1992), zahlreiche Enzykliken, Heilig- und Seligsprechungen. Die wichtigsten Botschaften des Pontifikats von Johannes Paul II. sind die Respektierung der Menschenrechte und des Rechts auf Arbeit, der Kampf für Frieden und gegen Totalitarismus sowie die neue Evangelisierung.

 
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