So düster stimmt ARD Radio in einem Vorbericht seine Hörer auf ein Polen-Feature ein:
"Polens Wirtschaft boomt, wird behauptet. »Das Land marschiert weiter Richtung westeuropäisches Wohlstandsniveau«, bilanziert zum Beispiel das Institut der deutschen Wirtschaft. Polen gilt als Musterschüler unter den Staaten, die 2004 in die Europäische Union aufgenommen wurden. Doch der Wirtschaftsboom hat eine Schattenseite. Die meisten Bürger haben keinen Grund zum Feiern: Fast drei Fünftel der Bevölkerung leben heute »an oder unterhalb der Armutsgrenze« - wie das polnische Amt für Statistik GUS (Warschau) offiziell bescheinigt. Der Anteil der sogenannten extrem Armen stieg im letzten Jahrzehnt von fünf auf zwölf Prozent. Doch die Boom-Verlierer kommen bisher in den Medien kaum zu Wort: Mieter in Warschau, hungernde Landbewohner der Ostbezirke, Ärzte und Kranke in zerfallenden Krankenhäusern sowie joblose Bergarbeiter, die auf eigene Faust unter Lebensgefahr Kohle aus stillgelegten Zechen fördern".
ARD Radio/ds/17.12.2008
Der Anteil der sogenannten extrem Armen stieg im letzten Jahrzehnt von fünf auf zwölf Prozent. Doch die Boom-Verlierer kommen bisher in den Medien kaum zu Wort: Mieter in Warschau, hungernde Landbewohner der Ostbezirke, Ärzte und Kranke in zerfallenden Krankenhäusern sowie joblose Bergarbeiter, die auf eigene Faust unter Lebensgefahr Kohle aus stillgelegten Zechen fördern. ARD Radio/ds/17.12.2008