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Shuttle-Lesung „QUO VADIS“ Drucken E-Mail

Am 15. September 2006 hebt der Promotion-Shuttle ab zu einer ungewöhnlichen Entdeckungsfahrt durch die Polnische Literatur“.

Die Robert Bosch Stiftung rief 1981 zusammen mit Karl Dedecius, dem Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, und dem Suhrkamp-Verlag die Polnische Bibliothek in fünfzig Bänden ins Leben, die dem deutschsprachigen Leser Reichtum und Vielfalt der polnischen Literatur, vom Mittelalter bis hin zu den Literaturnobelpreisträgern des 20. Jahrhunderts erschließt. Diese Buchreihe ist nun Grundlage für eine ungewöhnliche Form der Literaturvermittlung, die Transphere Kulturkonzepte (inzwischen "Meridan") zusammen mit der Robert Bosch Stiftung zunächst als Begleitprogramm für die seit 1999 erscheinende Tschechische Bibliothek entwickelt hat.

Das erfolgreiche Konzept der Shuttle-Lesungen, bei dem an unterschiedlichsten Orten im Halbstundentakt Szenische Lesungen durch professionelle Schauspieler dargeboten werden, hat in bislang 12 Städten über 18.000 Besucher in Ihren Bann gezogen.

Die Besucher können über ungewöhnliche und oftmals auch normal unzugängliche (und damit

 Schauspielerin Nicole Schneider rezitiert

unbekannte) Lesungs-Orte ihre vermeintlich vertraute Heimatstadt mit anderen Augen kennen lernen und dabei die hierzulande fast noch unbekannte polnische Literatur buchstäblich dreidimensional erFAHREN.Die Wahl der Texte und Lesungsorte (gleichsam als begehbare Illustrationen) zielt darauf ab, nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein Gefühl für den Grundton der polnischen Literatur zu vermitteln und auf unterhaltsame Weise Einblicke in die Themenwelt und die Denkungsweise unseres Nachbarlandes zu geben. Mit "QUO VADIS" wurde für die Shuttle-Lesung ein Roman des Nobelpreisträgers Henry Sienkiewicz als Titel gewählt, der durch die Hollywood-Verfilmung weltbekannt wurde. Kaum jemand weiß allerdings, dass das Buch von einem polnischen Autor geschrieben wurde. Mit dieser und anderen "Überraschungen" soll den Besuchern nicht nur das literarische Polen nahe gebracht sondern auch die polnische Sicht auf Deutschland vermittelt werden.

Durch das ungewöhnlichen Projekt wird so manches vorhandene Klischee beseitigt und stattdessen ein erlebnisorientiertes Bild von Polen gezeichnet, das vielen lange in Erinnerung bleiben dürfte. Ähnliche Erfahrungen wurden bereits bei den Shuttle-Lesungen mit tschechischer Literatur unter dem Titel "Prager Nacht" gemacht, die durch den "Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond" gefördert werden und mittlerweile unter Schirmherrschaft des tschechischen Botschafters, Dr. Boris Lazar stehen.

Ein Projekt von MERIDAN Kulturkonzepte (http://www.shuttle-lesung.de) in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung.

 
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