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Warschauer vertrauen ihrer Polizei nicht Drucken E-Mail

Die Hälfte der Warschauer, die Opfer eines Verbrechens wurden, haben keinen Kontakt mit der Polizei aufgenommen. Aus polizeilichen Statistiken geht hervor, dass 12 Prozent der Hauptstädter im letzten Jahr Opfer eines Verbrechens wurden. Über die Hälfte hat die Polizei darüber nicht informiert. Jeder Dritte dieser Gruppe erklärt, das Delikt war nicht ernst genug, um damit zur Polizei zu gehen. Jeder Vierte meinte, die Polizei würde den Täter sowieso nicht finden. Nur jeder Zweite war mit der Arbeit der Polizeibeamten zufrieden. Die Bürger wenden sich nicht an die Polizei, weil sie nicht an ihre Wirksamkeit glauben, meint der Kriminologe, Professor Brunon Holtys.

Der Vizechef der Präsidialkanzlei Wladyslaw Stasiak ist über diese Aussage wiederum verblüfft wie  auch besorgt: Wenn die Hälfte der Opfer keinen Kontakt mit der Polizei aufnehmen wolle, sei das ein beunruhigendes Signal. Die Polizeibeamten selbst sind sich des schlechten Images bewusst. Was solle er aber einer Frau sagen, wenn sie ihn frage, ob der Täter schnell gefangen werde und der Polizist wisse, dass die rechtlichen Prozeduren sehr lange dauern, fragt ein Beamter rhetorisch.

ŻYCIE WARSZAWY/Polskie Radio/ds/24.04.2009

 
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