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Tausende Pilger unterwegs zur Schwarzen Madonna Drucken E-Mail

Zwei der größten polnischen Pilgergruppen haben sich am Wochenende in Warschau auf den Weg zum Wallfahrtsort Tschenstochau gemacht. Bereits gestern begannen mehr als 4000 Studenten die neuntägige Pilgerreise zu Fuß, heute machten sich dann über 4000 Gläubige der Warschauer Pfarrgemeinden auf den Weg zum 240 Kilometer entfernten Paulinerkloster auf dem Hellen Berg. Dort wird das als wundertätig geltende Bild der Schwarzen Madonna verehrt. Am 15. August ist der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt.

Das Wunder vom Bildnis der Schwarzen Madonna:

Obwohl der Dreißigjährige Krieg zwischen Katholiken und Prostanten 1648 mit dem Westfälischen Frieden beigelegt worden war, trieb es den protestan-tischen Schwedenkönig ins katholische Polen. 1655 belagerte sein Heer Tschenstochau mit dem schwer befestigten Paulinerkloster – und zog sich nach 40 Tagen erfolglos zurück. Dieses Wunder wurde von den Belagerten dem Bildnis der Schwarzen Madonna im Paulinerkloster zugeschrieben. Seither wird sie in Polen als Nationalheiligtum verehrt. Hunderttausende pilgern jährlich zum 1382 gestifteten Kloster, um dem Bildnis der Schwarzen Madonna zu huldigen. Dabei wird in einem Mysterienspiel der „Leidensweg Christi“ bis zu seiner Kreuzigung nachgelebt.

ds/7.8.2006

 
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