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Polen sagt Nein zu Gen-Saatgut Drucken E-Mail

Das polnische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das Gen-Saatgut verbietet. Zugleich darf Gen-Saatgut nicht mehr ins nationale Saatgutregister aufgenommen werden. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss es nur noch vom Präsidenten Lech Kaczynski unterzeichnet werden, der dafür nun drei Wochen Zeit hat.

Polen hat damit einen weiteren Schritt getan, um seine Landwirtschaft möglichst vollständig frei von Gentechnik zu halten. Das polnische Europa-Ministerium sieht in dem Parlamentsbeschluss einen Verstoß gegen europäisches Recht. Und auch die Welthandelsorganisation WTO dürfte wohl brüskiert sein: Hat sie doch erst kürzlich Verbote von Gen-Pflanzen durch einzelne Länder als Bruch der Freihandelsregeln gebrandmarkt.
 
Der  Beschluss des polnischen Parlamentes - trotz der Drohungen der Europäischen Kommission und der WTO - zeigt, dass die Abgeordneten sich der Risiken für die Landwirtschaft bewusst sind, die mit dem Anbau von Gen-Pflanzen verknüpft sind., sagte der Greenpeace-Gentechnikexperte Maciej Muskat. Mit ihrem Beschluss lösen sie ihr Wahlversprechen an die Bevölkerung und an Greenpeace ein, sicherzustellen, dass keine Gen-Pflanzen in die Umwelt gelangen. Greenpeace fordert alle Länder auf, dem polnischen Beispiel zu folgen und den Schutz der Umwelt und einer nachhaltigen Landwirtschaft über die Profite von Gentechnikkonzerne zu stellen.

Greenpeace 7/2006

 
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