Home arrow Panorama arrow Verfahrenes Spiel zwischen Slask Wroclaw und FC Carl Zeiss Jena
Verfahrenes Spiel zwischen Slask Wroclaw und FC Carl Zeiss Jena Drucken E-Mail

Die Kicker des polnischen Erstligisten Slask Wroclaw machen sich fit für die neue Spielsaison im thüringischen Teistungen, einem 2500 Einwohner-Kaff  mit moderner Sportanlage. Slask Wroclaw beendete die letzte Spielsaison auf Rang 6. 160 Kilometer entfernt von Teistungen liegt Jena. Da werden zurzeit die Spieler des FC Carl Zeiss Jena geschleift, um wieder an bessere Zeiten anzuknüpfen.
1981 stand der Klub im Uefa-Pokalfinale, kam ohne Pokal zurück - und spielte danach Jahr auf Jahr schlechter. Ziel für die kommende Spielsaison ist der Aufstieg in die Zweitliga. Ein Härtetest wurde mit Slask Wroclaw für den  3. Juli vereinbart, Spielbeginn 18.00 Uhr. Um 14 Uhr  fuhr der Bus mit dem polnischen Team los. Das Chaos, das sich dann abspielte, haben die Verantwortlichen beider Klubs unterschiedlich wahrgenommen.

Für die Polen war klar: 160 Kilometer auf deutschen Straßen sind in zwei Stunden gewuppt. Kaum auf der Autobahn stand der Bus im Stau. Das Navigationsgerät empfahl Umgehung auf der A 71. Die Staus, in die man dort geriet, waren dem Navi noch nicht eingespeichert. Der Busfahrer verlor die Orientierung. Über Handy-Anweisungen kam man schließlich in Jena an. Kurz nach 20 Uhr – nach geplantem Spielende. Von den rund 500  Zuschauern hatten sich inzwischen bereits 400 das Eintrittsgeld  zurückgeben lassen. Das Spiel fand dennoch statt, musste allerdings frühzeitig abgepfiffen werden. Die zweite Halbzeit dauerte nur 30 Minuten, dann war es zappenduster. Mit einem 1:1-Unentschieden gingen beide Teams vom Platz.

Tags darauf erklärte der Jenaer Klub auf seiner Homepage, wie er die Panne wahrgenommen hat: „Der ursprünglich für 18 Uhr vorgesehene Anstoß verzögerte sich zunächst um mehr als zwei Stunden, da der polnische Erstliga-Vertreter entweder mit dem Verkehr oder der Orientierung so einige Probleme hatte und erst durch die freundliche Hilfe ortskundiger Ordner in die Landessportschule geleitet werden konnte“.
Mit diesem Management als Gastgeber ist der Klub exakt dort, wo er steht: drittklassig.

ÖTZ/ds/06.07.2009
 
< Zurück   Weiter >
(C) 2012 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.