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Automechanika 2006 Drucken E-Mail

92 polnische Aussteller zeigen Flagge – auf der Überholspur.

Im Jahr 2005 hat Polen über 540.000 PKW's für 4,3 Mrd. EUR exportiert. Ein Großteil davon, rund 440.000, landeten auf dem Markt der EU. Gleichzeitig haben polnische Firmen für fast 3 Mrd. EUR Autoteile und Zubehör exportiert, ebenso fast alle in die EU. Die Automobilindustrie wird somit zum "Schwungrad" des polnischen Exports. Zusammen mit den LKW's macht sie einen Anteil von 15 % des Gesamtexports der Republik Polen aus.


Deutschland und Polen - eine lukrative Partnerschaft

Der automobilrelevante Export von Polen nach Deutschland beläuft sich sogar auf 16,3 %. Dank des Ausbaus von Firmen wie VW in Posen, Fiat Auto Poland in Tychy, GM in Gliwice sowie den weiteren geplanten Investitionen im Zulieferersektor wächst die Beschäftigung in dieser Branche seit dem Jahr 2002 systematisch.

Wachstumsbranche Automobil

Nach den Angaben der Polnischen Autoindustriekammer am Ende des Jahres 2005 wurden in den Betrieben, die mehr als 10 Mitarbeiter verzeichnen, über 150.000 Personen beschäftigt. Das sind etwa 2 % aller Beschäftigten in der Industrie. In Polen gibt es ca. 1.200 autorisierte und 3.000 Qualitäts- und von der Ausrüstung her unabhängige Autowerkstätten und zusätzlich ungefähr 20.000 kleine Autowerkstätten. Insgesamt sind in diesem Sektor mehrere hunderttausend Personen tätig. Den Schätzungen nach wird die Beschäftigung in der Branche im Jahre 2006 um 10.000 bis 12.000 Arbeitnehmer steigen. Der wichtigste Faktor der Attraktivität Polens für ausländische Investoren ist der niedrige Arbeitslohn. In der Automobilindustrie ist er durchschnittlich 25 % günstiger als in Westeuropa, was sich natürlich in den günstigen Gesamtpreisen niederschlägt.

Deutsche Autozulieferer in Polen

Die polnische Außenstelle der deutschen Firma Dr. Schneider startet mit der Produktion von Auto- und Motorradteilen in Radmierz. Der Investor hat die Investitionsauflagen in Höhe von 4 Mio. EUR und die Beschäftigung von 450 Personen angekündigt. Die neue Fabrik wird Auto- und Motorradteile aus Kunststoff, Metall, Gummi, Textilien, Leder, Holz und Glas herstellen. Die Schneider-Gruppe beschäftigt weltweit 2.000 Angestellte in 16 Firmen in Deutschland, Spanien, Groß-Britannien, USA, Brasilien, Mexiko und in Polen. Die Produkte werden in den Erzeugnissen von Opel, Mercedes, Volkswagen, BMW, Audi, Ford und Volvo verwendet, wobei VW den Produktionsrekord hält. Im November 2005, kaum 6 Jahre nach Produktionsbeginn, wurde in Polkowice der 3-millionste Motor hergestellt.

Automechanika Frankfurt: 12. bis 17. September 2006.

polen-wirtshaft/ds/ 10.8.2006
 

 
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