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Bauern klagen über saumäßiges Geschäft Drucken E-Mail

Die polnischen Schweinehalter klagen über niedrige Preise und starke Konkurrenz durch Billigimporte. Die klein strukturierte Produktion lasse ihnen wenige Chancen, gegen die Anbieter aus westlichen EU-Ländern zu konkurrenzieren, schreibt der Agrarpressedienst AIZ.

Eigentlich sollten die niedrigen Preise die Fleischverarbeiter zur Steigerung der Rohstoffankäufe bei inländischen Landwirten stimulieren. Allerdings bezieht die verarbeitende Industrie nach wie vor viel Schweinefleisch aus den übrigen EU-Ländern, und zwar zu höheren Preisen. Mit 38'600 Tonnen war die Importemenge im ersten Quartal 2006 sogar noch grösser aus als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Hälfte davon stammte aus Dänemark und weitere 30 Prozent aus Deutschland, wo die Schweinepreise um ein Fünftel höher liegen als in Polen.

Der Grund dafür ist die relativ niedrige Qualität des polnischen Fleisches. Dies sei letztlich auf die Struktur der polnischen Landwirtschaft zurückzuführen, meinten die Experten. Zwar gibt es in dem Land derzeit noch etwa eine halbe Million Schweinehalter, 50 Prozent weniger als noch 1992. Dies sei aber immer noch zu viel, betonte ein Vertreter der nationalen Stiftung für Hilfsprogramme für die Landwirtschaft (FAPA). So beläuft sich die durchschnittliche Schweineproduktion in einem polnischen Betrieb auf lediglich 38 Tiere jährlich. Immer weniger Fleischverarbeiter sind aber bereit, mit Kleinproduzenten zusammenzuarbeiten und bevorzugen einheitliche Lieferungen des kontrollierten Produkts aus dem Ausland, um die Qualität der Exportprodukte zu gewährleisten.

AIZ Agrar-News

 
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