Salzbergwerk Drucken E-Mail

Polens Touristenattraktion No. 1. Jährlich eine Million Besucher entdecken Polen unterirdisch - staunen, feiern und geben sich in dieser Unterwelt auch schon mal das JA-Wort.

                                                            
                                                          Wo Jahrhunderte lang malocht wurde

                                                           
                                                           hängen jetzt schwere Kristallleuchter

                                                          
                                                           Es wird serviert, gefeiert  und getagt.

Das älteste aller bekannten Dokumente, das die Geschichte des Bergwerks beschreibt, ist das Privileg von Kasimir I. aus dem Jahre 1044, in dem Wieliczka als "magnum sal alias Wieliczka" genannt wurde. Seit den ältesten Zeiten war das Salz die wirtschaftliche Grundlage und Reichtumsquelle des Landes. Im Altertum diente es in Polen als Zahlungsmittel in Form von "Brechsalz" und ersetzte Metallmünzen. Ursprünglich wurde das Salz aus Salzquellen nach einer Siedemethode gewonnen, die darin bestand, daß das Wasser abgedampft wurde.

Der Jahrhundertjahre lange Salzabbau bildete die heutige Gliederung der Abbauhohlräume. Die unter der Stadt versteckten, auf neun Ebenen aufgestellten Grubengebäude, sind 327 Meter tief mit fast 300 km Gehwegen und etwa 3000 Kammern. Der Besichtigungsteil umfasst eine etwa 3,5 km lange Strecke, die von 64 bis 135 m unter der Erde gelegen ist.

Die wunderschönen Kapellen, die bezaubernden unterirdischen Seen, die  Bergbauanlagen und die erhaltenen Spuren der Bergbauarbeit geben ein Bild von Menschen, deren Arbeit, Leidenschaft, Glauben und deren Kämpfe gegen die Naturkräfte. Die Bergleute aus Wieliczka hinterließen eine Unmenge von Skulpturen und Reliefs. Nach der Besichtigung erholen sich die Touristen in den Kammern die 125 M unter dem Erdniveau gelegen sind und in denen sich die Souvenirgeschäfte, die Post und das Restaurant befinden.

Heute werden in der gigantischen Salzmine   Konferenzen, Feste, Hochzeiten, Silvesternächte und Konzerte sowie andere Events veranstaltet. Die Gäste werden oftmals von den legendären Personen der Mine, wie der Berggeist oder die Prinzessin Kinga begleitet, sowie von der Musik des Bergbauorchesters - und es werden Schnitzwerke im Salz demonstriert.

Der Aufenthalt unter der Erde ist besonders für Menschen mit Atemwegekrankheiten und Allergien geeignet und ist sehr empfehlenswert. Diese Krankheiten werden im Unterirdischen Zentrum für Rehabilitation und Heilwesen in der Kammer "Wessel See" behandelt.

Öffnungszeiten:
Das Salzbergwerk Wieliczka ist täglich für Besucher geöffnet
· von 7.30 bis 19.30 Uhr (von 1. April bis 31. Oktober)
· von 8.00 bis 17.00 Uhr (von 02. November bis 31. März)
Ausnahmen: 1. Januar, Ostersonntag, 1. November und 24., 25. und 31. Dezember.
Besichtigungsregeln

Besichtigungen erfolgen ausschließlich unter der Betreuung eines Reiseleiters!
Die Touristenroute umfaßt 20 unter Denkmalschutz stehende Kammern, die mit 2 km langen Gängen verbunden sind, dazu das unterirdische Museum der Krakauer Salzgruben, das sich auf der Grubensohle III befindet. Etwa drei Stunden dauert das unterirdische Abenteuer.

In das Bergwerk steigt man die Treppe hinunter (380 Stufen) bis auf die Grubensohle I in
64 Metern Tiefe.

Die konstante Temperatur unter Tag beträgt 14 Grad C. Wenn Sie das Bergwerk im Sommer besichtigen, sollten Sie daher wärmere Kleidung mitnehmen. Im Bergwerk gilt ein absolutes Rauchverbot und es ist untersagt, mit offenem Feuer zu hantieren sowie Taschenlampen zu benutzen.

Besichtigung für Behinderte:

Das Salzbergwerk „Wieliczka“ ist auch für Behinderte zugänglich. Die Möglichkeit einer Besichtigung ist allerdings davon abhängig, inwieweit die Person behindert ist. Bedingungen für die Besichtigung des Bergwerks, die für Behinderte gelten, werden durch entsprechende Anordnungen geregelt, da die Sicherheit aller Personen, die unter der Erde verweilen, unbedingt gewährt werden muss. Um sich eine komfortable Besichtigung des Bergwerkes zu sichern und die Erwartungszeit auf eine Abfahrt zu minimalisieren, ist eine Reservierung notwendig für  Personen  im Rollstuhl  (Tel. 012/278 73 02, 012/278 73 66: E-Mail:
). Zur Hauptsaison (1. April bis 31. Oktober) wird empfohlen, Reservierungen in der Zeit von 7 bis 8 Uhr und von 18 bis 19 Uhr zu tätigen. In anderen Jahreszeiten kann von 8 Uhr bis 16 Uhr reserviert werden.

Besichtigungsregeln - Der Einzelgast:

Der Einzelgast ist eine Person, die eine Eintrittskarte gekauft hat und sich bereit erklärt, solange zu warten, bis sich eine Gruppe von 35 Personen gebildet hat, der ein Fremdenführer zugeteilt wird, jedoch nicht länger, als 1 Stunde ab dem Kartenkauf. Der Gruppe wird ein Fremdenführer mit polnischer Sprache zugeteilt (ausgenommen die sog. Touren). Eintrittskarten werden an den Kassen für Einzelgäste verkauft.
Für  Einzeltouristen sind  Touren mit  Fremdenführern organisiert.

Englisch: Juni: 9.00, 10.00, 11.30, 12.30, 13.45, 15.00, 16.00, 17.00 Juli, August: von 8.30 bis 18.00 (jede halbe Stunde) September: 9.00, 10.00, 11.30, 12.30, 13.45, 15.00, 16.00, 17.00 von Oktober bis Mai: 10.00,11.30, 12.30, 13.45, 15.00, 17.00
Deutsch: Juli, August, September: 10.45, 14.15, 16.00 von Oktober bis Juni: 10.45, 16.00
Französisch: Juli, August: 10.15, 12.00, 15.15
Italienisch: Juli: 13:00 August: 9.45, 13.00, 15.45
Russisch: Januar: 11.15 Juli, August: 11.15, 16.15

Eintrittspreis zur Hauptsaison in das Salzbergwerk "Wieliczka" und die unterirdische Ausstellung des Museums der Krakauer Salzgruben: 33,60 zl. (Stand Mai 2006).
Für die Monate  November bis Februar gilt ein um 20% ermäßigter Preis bzw. 22,40 zl.
Die Besichtigung erfolgt ausschließlich unter der Betreuung eines Reiseleiters!
Touren für Einzelbesucher mit Fremdsprachenführung:
· normal: 44 zł
· ermäßigt: 36 zł
Gruppen - pro Besucher:
· normal: 26,40 zł
· ermäßigt: 12,80 zł
Führung:
· polnisch: 160 zł
· Fremdsprache: 240 zł
Eintrittskarten und Betreuung von Reiseleiter können in den Kassen für Gruppen erworben werden.

Merke: Organisierte Reisegruppen sind Personen, die Eintrittskarten samt Führung kaufen. Ein Fremdenführer kann maximal 35 Personen begleiten. Einem Touristen oder einer Gruppe mit gekaufter Führung wird automatisch ein Fremdenführer mit polnischer Sprache zugeteilt bzw. einer mit Fremdsprache, der ausschließlich zu ihrer Verfügung steht. Eintrittskarten und Führung werden an den Gruppenkassen verkauft.
Erlaubnis zum Fotografieren oder Filmen: 10 zł.

Ein Geldautomat und eine Geldwechselstube sind von März bis November zwischen 9:00 und 18:00 Uhr geöffnet.

Quelle:
www.kopalnia.pl

Hinweis: Polen bietet elf weitere UNESCO-Kulturerbe. Polen-today stellt sie hier demnächst  vor.

                                                          

 
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