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Die Rückkehr der Störche Drucken E-Mail

Naturschützer ziehen eine positive Bilanz: 2006 war offenbar ein gutes Storchen-jahr. Innerhalb von zehn Jahren ist der weltweite Bestand der Vögel um 37 Prozent gewachsen. Die meisten Störche brüten in Polen.

Aus Brandenburg, dem storchenreichsten Bundesland, vermeldeten die Naturschützer ein deutliches Plus beim Storchennachwuchs im Vergleich zum schlechten Jahr 2005. "Ob es insgesamt ein gutes oder eher ein mittleres Storchenjahr war, wissen wir erst, wenn im Oktober alle Daten vorliegen", sagte Michael Kaatz vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Viele Jung-, aber auch alte Vögel seien schon gen Afrika abgeflogen.
Der Naturschutzbund hat gestern im Rahmen des Internationalen Ornithologen-Kongresses in Hamburg die vorläufigen Ergebnisse des VI. Internationalen Weißstorchzensus 2004/2005 aus 26 von 39 teilnehmenden Ländern vorgestellt, darunter Polen, Spanien, Weißrussland und die Ukraine mit den größten Weißstorchvorkommen. Im Vergleich zu der Zählung 1994/95 haben weltweit die Störche von 166 000 Paaren um 37 Prozent auf 230 000 Paare zugenommen, ergab die Hochrechnung.

Die meisten Störche brüten in Polen (52 500 Paare), gefolgt von Spanien (33 217 Paare). In Deutschland waren es 2005 immerhin 4087 Paare,
Seit 1934 fanden sechs internationale Weißstorcherfassungen statt. Jetzt beteiligten sich 39 Länder aus Europa, Nordafrika und Vorder- und Zentralasien am Zensus von Nabu und BirdLife International. Und nachdem die EU 2004 zehn Länder aufnahm, in denen 43 Prozent der Weißstörche brüten, wird der - möglicherweise negative - Einfluss der europäischen Agrar- und Strukturpolitik nun besonders beobachtet. "Der Weißstorch dient als eine Art Indikator für seinen Lebensraum wie Feuchtwiesen, Flussauen und intakte Kulturlandschaften", sagt Thomsen.

DW/ds/15.8.2006

 
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