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Ludwigsdorfer Zollanlagen werden abgebaut Drucken E-Mail

Am deutsch-polnischen Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz hat der Abbau der ehemaligen Abfertigungsanlagen begonnen. Wie der MDR von Bauleiter Frank Kozber erfuhr, wurde zunächst mit der Demontage der Stahlkonstruktion des Daches begonnen. Das mehr als 40 Tonnen schwere Bauteil wurde mit Hilfe von vier Kränen von den Tragpfeilern gehoben. In den kommenden Tagen wird die Konstruktion zerlegt 
Das Zollamt Ludwigsdorf war im August 1996 in Betrieb genommen worden. Es galt damals als modernste und größte der insgesamt 16 Zollanlagen an der deutsch-polnischen Grenze. Nach Angaben des deutschen Zolls und der polnischen Polizei wurde der Autobahngrenzübergang von Schmugglern eher gemieden, weil dort sehr effektiv kontrolliert wurde.

Seit Mitte der 1990er Jahre war im Bereich des Hauptzollamtes Löbau, zu dem der Grenzübergang Ludwigsdorf gehörte, die Zahl der Zollvergehen drastisch angestiegen. Allein im Jahr 1997 waren fast 18.000 Fälle aufgedeckt worden. Gleichzeitig wurde die Arbeit der Grenzschützer und Zollbeamten zunehmend gefährlicher, weil Schmuggler und Drogenkuriere immer aggressiver vorgingen. Polnische Grenzbeamte nahmen Kontrollen zeitweise mit Maschinenpistolen bewaffnet vor.

mdr/ds/20.12.2009

 
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