Österreich zahlt sechs Millionen für Auschwitz-Sanierung
Die österreichische Regierung hat beschlossen, sechs Millionen Euro Sanierungsbeitrag für die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zur Verfügung zu stellen. Die Mittel sollen laut Finanzminister Josef Pröll aus verschiedenen Fonds und Finanzierungsquellen kommen. Im letzten Jahr hat Polen eine Stiftung ins Leben gerufen, die den Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aus den Erträgen eines Kapitalstocks von 120 Millionen Euro sichern soll. Bis 1990 wurden die Kosten für den Erhalt ausschließlich von Polen getragen, seit 1991 hat sich Deutschland mit etwa 20 Millionen Euro beteiligt.
Doch das Jahresbudget für das Museum Auschwitz-Birkenau von 5,6 Millionen Euro reichte nach Angaben der Museumsleitung keinesfalls für eine grundlegende Sanierung. Die polnische Regierung hatte daher 2009 ein Schreiben an die Regierungschefs von mehr als 20 Staaten gerichtet, in dem um Finanzhilfe zur Sanierung der Gedenkstätte gebeten wurde. Deutschland hat im Dezember des Vorjahres der polnischen Stiftung 60 Millionen Euro zugesagt. Finanziert wird die Summe zur Hälfte vom Bund und den Ländern.