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Europas modernstes Biografie-Museum zu Ehren von Chopin Drucken E-Mail

Nach jahrelanger Renovierung wurde das  Fryderyk Chopin Museum im Warschauer Ostrogski-Palast am Montag in einem feierlichen Akt eröffnet. Auf vier Etagen mit einer Gesamtfläche von  5.000 Quadratmeter  sind rund 5.000 Exponate ausgestellt, die an Polens großen Komponisten erinnern: an seine  Kindheit in Warschau, sein Leben in Frankreich nach der Ausreise aus Polen 1830 und  seine Auslandsreisen, die ihn  nach Wien, Berlin, Dresden und Leipzig führten. Für Kinder ist ein spezieller Ausstellungsbereich eingerichtet. Unter den Exponaten befindet sich der Pleyel-Flügel, an dem Chopin in seinen  letzten Jahren vor seinem Tod  in Paris komponierte.

Der Besucher kann den Geruch von Veilchen, den Lieblingsblumen des Komponisten, genießen und Vogelgezwitscher, das an seine Ferien in Nohant mit George Sand erinnert, hören. Als umstritten allerdings gilt der letzte Raum, der an den Tod des Künstlers erinnert. Im großen schwarzen Kasten ist die Totenmaske des 1849 in Paris gestorbenen Künstlers ausgestellt.

Laut Kulturminister Bogdan Zdrojewski handelt es sich um das modernste Biografie-Museum Europas. Rund 20 Millionen Euro waren erforderlich für die Villenrenovierung und Ausstellung. In seiner Eröffnungsrede sagte Präsident  Lech Kaczynski: „Chopins Musik lebt bis heute. In ethnischer Hinsicht sei der Komponist ein "Halb-Pole und Halb-Franzose" gewesen, seine Musik sei aber "ausschließlich polnisch".

Der Geburtstag Chopins ist nicht eindeutig geklärt: In der Tauf- und Geburtsurkunde ist der 22. Februar 1810, genannt, Chopin selbst gab dagegen den 1. März als sein Geburtsdatum an, was die meisten Quellen heute für wahrscheinlich halten.

Zum Animations-Rundgang auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=Sb3HY8_d4d0

dpa/thenews.pl/ds/04.03.2010

 
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