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Polen zufrieden mit Kompromiss über Ostsee-Pipeline |
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Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat sich über die Beilegung des Streits mit Deutschland um den Verlauf der Ostsee-Pipeline zufrieden gezeigt. Dank guter Beziehungen zwischen Polen und Deutschland sei es gelungen, polnische Interessen zu schützen, sagte Sikorski laut der Polnischen Presse-Agentur PAP bei einem Besuch am Sonntag in Stettin. Sein Land sei über die deutsch-russische Investition nicht begeistert. Dennoch machten die Entscheidungen der deutschen Behörden und des Konsortiums Nord Stream möglich, dass "alles, was heute in den Hafen Swinemünde einläuft, weiterhin einlaufen wird".
Polen hatte befürchtet, dass die Pipeline vom russischen Wyborg bis Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern den Zugang größerer Schiffe zu den Häfen in Swinemünde und Stettin behindern könnte. Sikorski sprach darüber mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Die nationalkonservative Opposition forderte einen Baustopp. Der Trassenverlauf soll nach Angaben des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie nun in größere Wassertiefen verlegt werden.
In Stettin betonte Sikorski, die Zukunft gehöre der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, nicht der Politik, die auf die Angst vor Deutschland setze. Er freue sich, dass man in Polen mit der Angst vor den Nachbarn nicht mehr punkten könne. In einer am vergangenem Donnerstag veröffentlichten Umfrage gab nur jeder Siebte (14 Prozent) an, immer noch Angst vor Deutschland zu haben. Vor 20 Jahren hatten noch neun von zehn Polen (88 Prozent) den westlichen Nachbar gefürchtet.
dpa-AFX/FTD/ds/15.03.2010
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