HomeEU & Polen Brüssel fordert falsch eingesetzte EU - Agrarhilfen zurück
Brüssel fordert falsch eingesetzte EU - Agrarhilfen zurück
Die EU-Kommission hat von sechs Mitgliedstaaten Agrarhilfen in Höhe von insgesamt 346,5 Mio. Euro zurückgefordert. Besonders hart trifft es Griechenland mit 105,5 und Polen mit 92 Millionen Euro. Diese Beträge wurden vorschriftswidrig verwendet. Das Geld fließt nun in den EU-Haushalt zurück. Für die Auszahlung der Subventionen sind die Mitgliedstaaten selber verantwortlich, die Kommission prüft lediglich die korrekte Verwendung.
Polen werden verschiedene Mängel im Bereich der Flächenbeihilfen in den Jahren 2006 und 2007 zur Last gelegt. Rückzahlungen werden auch gefordert von Spanien (47,5 Mio.), Großbritannien (14,2 Mio.), den Niederlanden (10,4 Mio.) und Deutschland (6.7 Mio.). Deutschland wurden zusätzlich 37.500 Euro aufgebrummt wegen der Nichteinhaltung von Zahlungsfristen.
Die Verwaltungs- und Kontrollsysteme der EU – Kommission sind zum Teil recht aufwändig. Zum Einsatz kommen u.a. Feldkontrollen mittels Luft- oder Satellitenaufnahmen, die mit den Anträgen und Angaben in den Datenbanken abgeglichen werden. Durchschnittlich führt die Kommission jedes jahr mehr als 200 solcher Kontrollen durch.