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Platini setzt auf Wunder in der Ukraine Drucken E-Mail

UEFA-Präsident Michel Platini hat nach seiner zweitägigen Tour durch vier ukrainische Ausrichterstädte ein Ultimatum bis Mitte Juni gestellt. Nach einem abschließenden Treffen mit Staatspräsident  Viktor Janukowitsch  erklärte der Franzose: „Wir können keine Zeit mehr verlieren. Die Ukraine hat zwei Monate Zeit, deutliche Fortschritte zu zeigen". Janukowitsch gelobte prompt Besserung und versprach, noch diesem Jahr rund 100 Millionen Euro für die Vorbereitungen der EM 2012 zur Verfügung zu stellen. Dabei steht das Land seit Monaten vor dem Staatsbankrott und konnte Arbeiten nicht mehr vorantreiben, weil es am Geld fehlt. Wegen ausgebliebener Lohnzahlungen wurde gestreikt.


Die Bauarbeiten an Stadien, Flughäfen und Straßen lagen monatelang brach, allein mit den Maßnahmen im vorgesehenen Endspiel-Stadion in Kiew sind die Organisatoren mehr als fünf Monate im Verzug. Janukowitsch nannte die Ursachen: Wirtschaftskrise, ungewöhnlich harter Winter, Kompetenzquerelen – alles geschehen vor seiner Wiederwahl.

Die gegenwärtige Infrastruktur sei in der Tat in „katastrophaler Verfassung“, aber jetzt werde sein Land den „höchsten Gang einlegen und den Rückstand wettmachen“, versprach  Janukowitsch. Vielleicht hat er Platini auch noch seinen jüngsten Bankauszug gezeigt, die 100 Millionen könnte der Euro-Milliardär im ukrainischen Armenhaus verschmerzen.

Platini verband sein Ultimatum mit dem Fortschritt des Stadions in Kiew. Ohne ein funktionstüchtiges Endspiel-Stadion  werde es keine EM-Endrunde in der Ukraine geben. Das ist nachvollziehbar, Turniere enden nun mal mit einen Finale.

dpa/sid/ds/09.04.2010
 
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