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Flutkatastrophe könnte Präsidentenwahl verschieben Drucken E-Mail

Die Flutwelle der Weichsel, die nach schweren Regenfällen in den vergangenen Tagen zu Dammbrüchen in Südpolen und weiträumigen Überschwemmungen geführt hat, bringt nun die Präsidentenwahl am 20. Juni in Gefahr. Vertreter überschwemmter Gemeinden warnen davor, dass man wohl nicht imstande sein werde, den tausenden von der Außenwelt abgeschnittenen Menschen die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen; sie müsse notfalls verschoben werden.

Juristen betonen, dass das Wahlergebnis ungültig sei, würde auch nur eine Gemeinde an der Wahl nicht teilnehmen können; allerdings könne Premier Donald Tusk wegen der Flut den Ausnahmezustand erklären und so eigenmächtig den Wahltermin verschieben. Beobachtern zufolge zögert Tusk aber damit, da ein späterer Wahltermin die Chancen des in den Umfragen führenden Regierungskandidaten Bronislaw Komorowski mindern könnte. Konkurrent Jaroslaw Kaczynski holt sukzessive auf. Laut der jüngsten Umfrage von PBS/DGA hat er in der Wählergunst um fünf Punkte zugelegt auf 38 Prozent. Komorowskis über 20-prozentiger Vorsprung ist auf 12 Prozent geschmolzen. Womöglich auch schon auf zehn Prozent laut dem Befragungsinstitut SMG/KRC.

thenews.pl/Die Presse/ds/09.06.2010
 
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