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Wahrschau bereitet sich auf die EuroPride vor Drucken E-Mail

Die größten Gay-Paraden der Welt fanden in den letzten Jahren in Berlin statt. Zehntausende Polen feierten regelmäßig mit. Am 24. Juli will Duisburg den Berliner Rekord toppen. Box-Weltmeister Vitali Klitschkow, Ukrainer, verheiratet und mit Ambitionen,  die Präsidentschaft in der Ukraine anzusteuern, wird  demonstrativ mitfeiern. Eine Woche zuvor, am 17. Juli, ist Gay-Party auch in Warschau angesagt. Zu Zeiten des Bürgermeisters Lech Kaczynski war das verboten. Zehntausende Lesben und Schwule werden als Teilnehmer erwartet. Wenn die Erwartung der Organisatoren aufgeht, dürften mehr als 50.000 Teilnehmer den Warschauer Königsplatz bevölkern.

Der EuroPride zählt zu den größten Veranstaltungen für Schwule, Lesben und Transsexuelle und wird jedes Jahr in einem anderen europäischen Land veranstaltet. Bei den traditionellen Paraden, mit denen an den New Yorker Christopher Street Day erinnert wird, nahmen in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hunderttausend Menschen teil. In Polen setzen sich die Veranstalter kleinere Ziele. Doch wenn ihre Rechnung aufgeht, dass etwa zehnmal so viele Teilnehmer kommen wie bei den Gleichheitsparaden in den vergangenen Jahren, dann dürften mehr als 50.000 Teilnehmer und Besucher den Warschauer Königsweg bevölkern. Angesagt haben sich Prominente wie der Grüne Volker Beck und die britische Pop-Ikone Boy George.

Dem Höhepunkt am 17. Juli geht  seit dem 9. Juli ein umfangreiches Aktionsprogramm voraus. Geplant sind in dieser Zeit verschiedene Ausstellungen, Konzerte und Konferenzen. Unter anderem findet ein von namhaften Firmen wie IBM unterstütztes Business-Forum statt. Zu den kulturellen Höhepunkten gehört ein Konzert des London Gay Men’s Chorus in der Kongresshalle des Warschauer Kulturpalastes. Nach der Parade wird ein großes Open-Air-Konzert im Syrenka-Stadion veranstaltet. Daneben sind Feste in mehreren Warschauer Klubs geplant. Treffpunkt der Community während des EuroPrides ist das Kulturzentrum „Nowy Wspaniały Świat“ in der bekannten Einkaufsstraße Nowy Świat.

Schon seit Juni zeigt eine große Ausstellung im Warschauer Nationalmuseum unter dem Titel „Homo Ars Erotica“ homoerotische Kunst von der Antike bis zur Gegenwart. Trotz  erheblicher Kirchenproteste bleibt sie noch bis zum September zu sehen.
Link für weitere Informationen:
www.europride2010.eu (englisch)

europride/ds/13.07.2010

 
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