Home Wirtschaft Zweiter Privatisierungsgang der Warschauer Börse eingeleitet
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Zweiter Privatisierungsgang der Warschauer Börse eingeleitet |
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Das polnische Schatzministerium hat den Verkauf der Warschauer Börse (GPW) über die Börse in die Wege geleitet. 13 Investmentbanken und Maklerbüros - darunter unter anderem die Citigroup, JP Morgan und Goldman Sachs - seien mit der Privatisierung beauftragt worden, berichteten die Zeitungen "Rzeczpospolita" und "Parkiet" am Freitag ohne Angabe von Quellen. Laut dem vorläufigem Zeitplan soll der Emissionsprospekt bis Ende August erarbeitet werden. Das Börse-Debüt ist für Mitte November angepeilt.
Bis Ende September sollten die Beraterfirmen jeweils eine Bewertung der GPW erstellen. Für den Oktober seien Treffen mit möglichen Investoren aus verschiedenen Ländern vorgesehen. Interessierte institutionelle Anleger sollten bis Anfang November Aktien zeichnen können. Die zwei Zeitungen führen die große Gruppe der Berater darauf zurück, dass die Warschauer Börse vor kurzem eine Zusammenarbeit mit dem Börsenbetreiber NYSE Euronext vereinbarte. Die Kooperation betrifft unter anderem ein System zur Abwicklung von Transaktionen, das die GPW kauft. Damit verbunden ist die Teilnahme an der "Universal Trading Platform" (UTP) - eine von NYSE Euronext organisierte Vernetzung verschiedener Börsen.
Interesse an einer Übernahme der GPW meldete immer wieder auch die Wiener Börse an. Die polnische Regierung lehnt dies bisher jedoch mit dem Hinweis ab, dass die beiden Börsen direkte Konkurrenten in Mittel- und Osteuropa seien. Polnische Vertreter weisen gerne darauf hin, dass die Warschauer Börse bei der Kapitalisierung die Wiener Börse bereits überholt habe. Im Januar hatten die Unternehmen an der GPW eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 110 Mrd. Euro, bis Jahresende soll sie um weitere 20 Mrd. Euro steigen. Die GPW erzielte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 91,6 Mio. Zloty (22,6 Mio. Euro).
Die im vergangenen Jahr vorbereitete Privatisierung der GPW war auf überraschend geringes Interesse gestoßen. Zuerst stieg die Londoner Börse aus, dann NYSE Euronext und Nasdaq OMX, schließlich im Oktober auch die Deutsche Börse. Der erwartete Kaufpreis – rund 430 Millionen Euro – war ihr zu hoch gegriffen.
Siehe auch: http://www.polentoday.de/index.php/content/view/3884/286/
(APA)/WirtschaftsBlatt/ds/17.07.2010 |
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