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Sexualerziehung: Vor der Heirat darf man nicht. Drucken E-Mail

Sex ist für die jungen Polen eine Mischung aus Pornografie und Aberglauben wie etwa der Behauptung, beim ersten Geschlechtsverkehr sei man unfruchtbar. Das geht aus dem neuesten Bericht der privaten Aufklärungseinrichtung Grupa Edukatorów Seksualnych Ponton hervor. Schuld daran tragen Gesellschaft und Politik, meint die Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins Polityka:
"Der polnische Staat tut so, als ob die Jugend keinen Sex hat. Das hört sich nämlich moralisch richtig an, steht im Einklang mit den Werten und ist zudem irgendwie anständig. Deswegen sei eine Sexualerziehung der Jugend überflüssig. Es reicht aus, dass sie in der Kirche hört, dass man vor der Heirat nicht darf. Und den Rest erfährt man dann während des vorehelichen Unterrichts [einem gebührenpflichtigen obligatorischen Kurs über das Eheleben für polnische Paare, die kirchlich heiraten]. Und wenn sich ein verantwortungsvoller Teenager vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen will und um die Hilfe eines Gynäkologen bittet, dann schickt dieser ihn vorschriftsmäßig zu den Eltern zurück."

eurotopics/Foto:blick.ch/ds/12.10.2010

 
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