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Fortsetzung im Poker Telekom / Vivendi Drucken E-Mail

Die Deutsche Telekom hat auch nach vielen Jahren den großen Einstieg im Nachbarland nicht geschafft. Schon seit längerer Zeit machte sich Resignation breit, da die Telekom  und ihr französischer  Konkurrent Vivendi auch vor Gerichten keine Lösung fanden. Nun hat der französische Mischkonzern Vivendi angekündigt, das Paket der Deutschen Telekom am polnischen Mobilfunkanbieter PTC kaufen zu wollen. Ein jahrelanger Streit könnte damit zu Ende gehen.

Für den 49-prozentigen Anteil am polnischen Mobilfunkanbieter Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) habe man der Deutschen Telekom 2,5 Milliarden Euro geboten, teilte Vivendi mit. Die polnische PTC ist der größte Mobilfunkanbieter Osteuropas. Die Gesellschaft hat rund zehn Millionen Kunden.

Der deutsche Rivale hat sich noch nicht zu der Offerte geäußert. Ein Telekom–Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Werden sich die beiden Unternehmen einig, könnte dies den Schlussstrich unter einen Streit um die Eigentumsverhältnisse bei PTC ziehen.

                          

Die Telekom vertrat zuletzt die Auffassung, sie halte 49 Prozent der Anteile und habe eine Kaufoption auf weitere 48 Prozent. Hingegen beansprucht Vivendi den 48-prozentigen Anteil ebenfalls. Da der französische Mischkonzern bereits Anteile an PTC hält, käme er damit auf eine Mehrheit von 51 Prozent.

Im Kern des Konflikts steht die Frage, ob der umstrittene Anteil dem polnischen Versorger Elektrim gehört oder aber einem Gemeinschaftsunternehmen von Elektrim und Vivendi. Elektrim wollte den umstrittenen Anteil zum Buchwert von rund 350 Millionen Euro an die Deutsche Telekom verkaufen. Den Wert dieses Anteils hatte Elektrim im Juni auf bis zu 2,6 Milliarden Euro beziffert.

dpa/ds/25.09.2006

Archiv:

"Telekom macht mobil in Polen", 07.09.2006

 
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