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Europäischer Literaturpreis für Hanna Krall Drucken E-Mail

Die polnische Journalistin und Schriftstellerin Hanna Krall bekommt den mit 25 000 Euro dotierten Würth-Preis für Europäische Literatur. Jahrzehntelang habe die heute 74-Jährige eine „literarische Spurensuche nach ausgelöschtem, vergangenem und noch immer vorhandenem jüdischen Leben in Polen“ betrieben, würdigte die Jury in ihrer Mitteilung vom Dienstag. Ihre Werke seien ein wichtiger Teil der literarischen Geschichtserfahrung Ost- und Mitteleuropas geworden.
Die Auszeichnung soll im kommenden Winter in Stuttgart verliehen werden. Der Preis wird seit 1997 alle zwei Jahre vom Handelskonzern des Schrauben-Herstellers Reinhold Würth vergeben. 2006 wurde er an Herta Müller vergeben, die 2009 den Nobelpreis für Literatur erhielt.


Die in Warschau geborene Hanna Krall begann 1955 ihre journalistische Tätigkeit in der Redaktion der Tageszeitung Życie Warszawy, wechselte 1966 zum politischen Wochenmagazin Polityka  und war bis 1969 Auslandskorrespondentin in der Sowjetunion. Neben ihren Reportagen, die auch in Sammelbänden erschienen, veröffentlichte sie zahlreiche Prosaarbeiten, die in zahlreiche Sprachen (auch ins Deutsche) übersetzt wurden.

1993 erhielt sie den Jeanette Schocken Preis, 1999 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (Hauptpreis), 2000 wurde sie mit dem Samuel-Bogumil-Linde-Preis, 2008 mit dem Ricarda-Huch-Preis ausgezeichnet.

ivz/Tübinger Poetik Dozentur/wikipedia/ds/20.07.2011
 
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