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Berlin spannt keinen Rettungsschirm auf für Sobibor Drucken E-Mail

Im Nazi-Vernichtungslager Sobibor wurden nach Schätzungen bis zu 250.000 Juden in Gaskammern ermordet. Das Lager blieb als Gedenkstätte erhalten, für die Kosten kam bisher der zuständige Landkreis (Lublin) auf – zuletzt mit rund 250.000 Euro jährlich. Nachdem Berlin der Stiftung Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro bis 2015 zugesagt hat, meldete auch Sobibor  Unterstützungsbedarf an.
Doch Außenminister Westerwelle winkt kategorisch ab. Dabei war er es, der seinen ersten  ausländischen Antrittsbesuch Warschau vorbehielt. Mit Absicht, wie er sagte, denn die  deutsch-polnischen Beziehungen seien ihm ein besonderes Anliegen. Washington, London und Paris hatten keinen Termin frei für Publicity, höhnten Westerwelle nicht gewogene Kommentaren. Da scheint was dran zu sein.


Berlin hat mit Hunderten von Milliarden Euro einen EU-Rettungsschirm aufgespannt – und bürgt dafür, wenn es schief geht, was nahmhafte Wirtschaftswissenschaftler voraussagen. Daß  Westerwelle an den EU-Rettungsschirm-Konstruktionen teilgenommen hat, ist der medialen Berichterstattung nicht aufgefallen. Doch als Außenminister mit der geringsten Wertschätzung seit 1949 ist er auf Zuwendungen für Sobibor nicht ansprechbar. Die linke Wochenzeitung  „Djungle World“ gibt aufschlussreiche Informationen: http://jungle-world.com/artikel/2011/32/43757.html

ds/Foto:wikipedia/15.08.2011

 
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