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Berlin wirbt mit polnischer Gemälde-Leihgabe Drucken E-Mail

Heute eröffnet das Berliner Bode-Museum auf der Museumsinsel nach jahrelanger Vorbereitung die Ausstellung „Gesichter der Renaissance“. Sie ist die größte Ausstellung dieses Genres weltweit. Über 150 Hauptwerke italienischer Portraitkunst von mehr als 40 Meistern der Frührenaissance sind ausgestellt. Weltweit rund 50 Museen, darunter die Uffizien in Florenz, der Pariser Louvre und die Londoner National Gallery, sind  mit kostbaren Leihgaben beteiligt. Auch das Krakauer Czartoryski-Museum. Es liefert das Highlight und Plakatmotiv der Ausstellung: Leonardo da Vincis Gemälde „Dame mit Hermelin“ (Bild). Einzig das Portrait der  „Mona Lisa“ ist berühmter.

Lange hatte Polen dem Bode-Museum die Leihgabe verwehrt. Die Nazis hatten es geraubt und dem damaligen Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin, dem heutigen  Bode-Museum übergeben. Später „lieh“ es sich der Generalgouverneur in Polen, Hans Frank, aus für seinen Amtssitz auf dem Krakauer Wawel. Nach 1945 tauchte das Portrait in Bayern auf – und wurde schließlich  dem Krakauer Museum zurückgegeben. Die Odyssee der „Dame  mit Hermelin“ blieb allerdings nicht frei von Blessuren und bedurfte höchster polnischer Restaurierungskünste.

Als das Bode.Museum eine erste  Leihgabe-Anfrage stellte, reagierte die Kascynski - Regierung empört. Jetzt ist das kleine, 54 x 40 cm große Portrait hinter Panzerglas zu bestaunen. Es zeigt die junge Cecilia Gallerani, die als Geliebte des Mailänder Herzogs Lodovico Sforza überliefert ist.

Die Bode-Ausstellung  endet am 31. Oktober Wenige Tage zuvor geht das Portrait als Leihgabe nach London. Und dann ist für zehn Jahre Schluß. Der Erhaltungszustand ist zu fragil für weitere Transporte.

Bode-Museum/ds/25.08.2011

 
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