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DFB und ZDF rüsten sich für EM 2012 Drucken E-Mail

DFB-Cheftrainer Joachim Löw will endlich einen Meistertitel haben. 2002  stand die DFB-Elf unter Trainer Völler im WM-Finale - und verlor gegen Brasilien. 2006 begeisterte die Klinsmann-Löw-Elf mit ihrer neuen Spielweise weg vom kraftvollen Rumpelfußball – wurde aber nur Dritter. 2008 spielte die  spanische Elf im EM-Finale besser und stoppte auch 2010 deutsche WM-Träume. Mit einem Sieg am kommenden Freitag in Gelsenkirchen gegen das Team von Österreich ist die Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine bereits perfekt. Doch damit ändert sich nichts an der DFB-Planung – sie wird nur fortgesetzt.

Bereits im Juni  hatte man sich das Danziger Fünf-Sterne-Hotel „ Dwor Oliwsk“ als EM-Quartier ausgeguckt (Foto), ein Hotel mit weitläufigem Park, viel Baumbestand und von frischer Brise durchzogen. Es erinnert frappierend an das Quartier 1954 in der Schweiz, dem Hotel „Spiez“ am Thuner See, und an die 1974 gebuchte Sportanlage im seeluftigen norddeutschen Kurort Malente. Beide Male gab die DFB-Elf den Hotelschlüssel als Weltmeister ab.

Das Danziger Quartier „Dwor Oliwsk“  überzeugte auch Joachim Löw, weil dort „frischer (Ostsee-) Wind den Kopf frei pustet, wenn man so eine lange Zeit zusammen ist“. Auch das ZDF hat dem Qualifikationsergebnis bereits vorgegriffen und „Butter bei die Fische“ arrangiert. Auf der Insel Usedom wird das Ostseebad Heringsdorf an der deutsch-polnischen Grenze als ZDF-Jubel-Bad  vorbereitet. Am Strand soll ein Public Viewing  auf einer gigantischen Videowand bis zu 1000 Fans in Wallung bringen. Vorbild ist die zur EM 2008 im Bodensee aufgebaute Festspiel-Bühne. Da stellte der Moderator die Spieler namentlich vor,  schloß ab mit einem „Bitteschön“ - und bekam ein dröhnendes „Danke“ zurück. Ein Highlight-Kracher vor jedem Spiel, auch dann, wenn die deutsche Elf nicht spielte.

Joachim Löw hat mit der Titelforderung den Druck auf sich und die Mannschaft erhöht. Laut dem neusten FIFA-Ranking ist nicht mehr der deutsche Angstgegner Spanien die Nummer eins, sondern das Team der Niederlande. Wenn es drauf ankam, sahen sich die Niederländer stets als die besser spielende Elf verloren. Jetzt sind sie die FIFA-Nummer 1 – und  Joachim Löw fordert endlich einen Titelgewinn  ein. Soweit zu erfahren ist, haben sich die Niederländer noch nicht für ein Quartier in Polen entschieden. Der DFB und das ZDF haben  in Polen bereits ihre Visitenkarte abgegeben.

ds/26.08.2011

 
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