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Wie geht es den Kaschuben in Polen? Drucken E-Mail

Nicht gesicherten Schätzungen zufolge leben in der Woiwodschaft  Pomorskie (Pommern) im Landstrich Kaschubien, auch Kuschubei genannt,  rund eine halbe Million Personen kaschubischer Herkunft. Etwa 50.00 Personen sprechen noch aktiv die kaschubische Sprache westslawischen Ursprungs. Wie die ethnische Minderheit zu ihrem Namen gekommen ist, ist unter Historikern umstritten. Die gängigste Aussage  nimmt Bezug auf den „Kassub“, einem Mantel, den die Kaschuben trugen. In der wechselseitigen deutsch-polnischen Geschichte sind die Kaschuben ihrer ethnischen  Herkunft  treu geblieben.  Und so kommt es, dass  Polen wie  Deutsche sich auf ihre kaschubische Herkunft berufen.

Regierungschef Donald Tusk ist ethnischer Kaschube, die Mutter von Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass war Kaschubin. Der deutsche Erfinder Paul Nipkow, der preußische Generalfeldmarschall Yorck von Wartenburg wie auch der berüchtigte SS-Obergruppenführer Erich von dem Bach-Zelewski  waren Kaschuben.

Wie es heute um die kaschubische Minderheit bestellt ist, ist Thema der 95. Polen-Analyse vom Deutschen Polen-Institut.
http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen95.pdf

dpi/ds/21.09.2011

 
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