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Israel hat für KZ-Auschwitz-Birkenau-Fond nur 700.000 Euro übrig Drucken E-Mail

Die KZ-Anlage Auschwitz-Birkenau war das größte von den deutschen Nazis errichtete Vernichtungslager. Es steht auf der Unesco-Weltkulturerbe-Liste. Doch die Anlage verfällt. Der sumpfige Boden und die Luftfeuchtigkeit setzen den 155 Gebäuden zu, ihre  Holzbalken-Konstruktionen modern dem Verfall entgegen. Jahrzehntelang hat Polen Millionen in den Erhalt investiert. Anfang 2009 richtete die polnische Regierung einen Fond ein für die Erhaltung der Gedenkstätte. Erforderlich sind 120 Millionen Euro, um aus den Zinsen die laufenden Kosten zwischen vier und fünf Millionen Euro pro Jahr zu finanzieren.
Deutschland sicherte 60 Millionen Euro zu, Österreich sechs, Großbritannien 2,9 Millionen, die USA stellen elf Millionen in Aussicht, Polen will zehn Millionen Euro beisteuern. Fehlen noch rund 30 Millionen Euro. Endlich kam auch aus Israel eine Finanzierungszusage: 3,6 Millionen Schekel, rund 700.000 Euro, könne man bereitstellen, mehr sei nicht möglich angesichts der defizitären Haushaltslage.
 

Subventionierte Siedlungen auf  palestinensischem Gebiet, Mauerbauten länger als die einst in Berlin und Checkpoints belasten das Haushaltsbudget. An den Checkpoints werden Lebensmittel-Lieferungen für Palestina verweigert. Rund 1.3 Millionen Euro gibt Israel tagtäglich aus für Granaten, Grenzsicherung und Siedlungsbauten. Für Auschwitz-Birkenau ist deshalb nicht mehr drin. Auch nicht von der jüdischen APA-Lobby. In ihr sind in den USA rund 800.000 Mitglieder vereinigt, die Israel unterstützten. Sie haben die Mittel, US-Präsident Obama  zu "disziplinieren". Auschwitz-Birkenau ist für die APA kein Thema. Polen und Auschwitz - was ist das?

ds/27.09.2011

 
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