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Mystikerin soll zur Kirchenlehrerin erhoben werden Drucken E-Mail

Zahlreiche Bischöfe haben sich dafür ausgesprochen, die polnische Mystikerin Faustyna Kowalska zur Kirchenlehrerin zu erheben. Beim zweiten katholischen Weltkongress zur „Göttlichen Barmherzigkeit“ in Krakau schrieben sie einen Brief mit dieser Bitte an Papst Benedikt XVI. Die Heilige Faustyna Kowalska ist Begründerin einer vor allem in Polen populären Frömmigkeitsform, in deren Zentrum das Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes steht. Ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin werde dazu beitragen, die Botschaft der Barmherzigkeit weltweit zu verbreiten, heißt es in dem Brief.
Zu den Unterzeichnern gehören der Präsident des vatikanischen Laienrates, Kardinal Stanislaw Rylko, sowie die Kardinäle Stanislaw Dziwisz von Krakau und Peter Erdö von Budapest. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn sagte, er unterstütze diesen Wunsch ebenfalls, habe aber den Brief nicht unterschrieben. In die Liste der katholischen Kirchenlehrer wurden bisher 33 Heilige aufgenommen.

Maria Faustyna Kowalska (1905-1938) hat nach ihren Aussagen wiederholt Erscheinungen mit Jesus (manchmal als Kind, manchmal als Erwachsener), Maria, Engeln und Heiligen gehabt. In diesen Visionen erhielt sie von Jesus den Auftrag, Künderin der Barmherzigkeit Gottes zu sein. Ihr wurde aufgetragen, ein Bild Jesu malen zu lassen, von dessen Herzen zwei Strahlen ausgehen, und sich für die Einführung des Sonntags der Barmherzigkeit als Fest der Göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern einzusetzen. Das Bild, 1934 gemalt, trägt die Unterschrift: „Jesus, ich vertraue auf Dich.“ Auf ihren Visionen basiert ebenso die Entstehung des mittlerweile sehr verbreiteten Barmherzigkeitsrosenkranzes.. Jesus soll ihr außerdem die Weisung gegeben haben, seine Sterbestunde zu verehren. Ihre Visionen schrieb sie auf Empfehlung ihres Beichtvaters und geistlichen Begleiters, des seligen Paters Michał Sopoćko, in Tagebüchern auf.

Diese Anliegen nahm Johannes Paul II. in seiner zweiten Enzyklika Dives in Misericordia auf, die am 30. November 1980 erschien und mit den Worten Gott, der voll Erbarmen ist beginnt. Am 18. April 1993 sprach er Maria Faustyna Kowalska selig und am 30. April 2000 heilig.  An dem Tag der Heiligsprechung legte Papst Johannes Paul II. auch fest, dass in der ganzen Kirche der Barmherzigkeitssonntag gefeiert werden soll.
Der Gedenktag der heiligen Faustyna ist der 5. Oktober.

Radio Vatikan(kna)/Wikipedia/ds/07.10.2011

 
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