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EURO 2012: Arena in Lwiw mit Gala-Show und Buhrufen eröffnet Drucken E-Mail

Gerade mal 2000 Zuschauer verfolgten die Eröffnungsfeier in der 32.000 Plätze fassenden Arena im westukrainischen Lwiw (Lemberg). Und als eine Videobotschaft von Staatspräsident Viktor Janukowitsch eingespielt wurde, schallte ein gellendes Pfeifkonzert. Janukowitsch aus der „kommunistischen“ Ostukraine  ist in der proeuropäisch orientierten Westukraine unbeliebt.
Zwei Demonstrantinnen, die  sich auf nacktem Oberkörper mit den Worten „F... EURO“ präsentierten, wurden von der Polizei festgenommen. Die EURO 2012 ist in der Ukraine höchst umstritten. Das mit IWF-Mitteln unterstützte Land verpulvert das Geld in den Mega-Event, wird kritisiert.

20 Milliarden Euro kostet dem Land die  Austragung, die Hälfte wird aus dem Staatshaushalt finanziert. Und davon ging fast alles in die Bauten der vier Stadien im oligarchen Geschacher. Das seit 2008 umgebaute Lwiw-Stadion hat statt der angesetzten rund 100 Millionen schließlich 201 Millonen Euro gekostet. Für die Modernisierung der Infrastruktur blieb kaum was übrig.

Jetzt sollen bis zur EURO-Eröffnung noch schnell für zwei bis drei Milliarden Euro 70 bis 80 Hotels hochgezogen oder modernisiert werden. Und die Bevölkerung ist aufgerufen, Zimmer herzurichten für die bis zu einer Million erwarteten Besucher. Der Regierungs-Appell schließt Camping-Plätze mit ein.

Derzeit wird der frisch gelegte Rasen in der Lwiw-Arena Tag und Nacht mit Infrarot-Lampen bestrahlt, damit er am 11. November die erforderliche Festigkeit hat für das offzielle Eröffnungsspiel mit der deutschen Nationalmannschaft.

Focus Online/stern.de/Uefa.com/ds/30.10.2011

 
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