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Dresdner Museum muß Kulturgüter an Polen zurückgeben Drucken E-Mail

Das Dresdner "Kraszewski-Museum" zu Ehren des  polnischen Literaten, Maler, Historiker und Komponisten Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887)  muss fast alle Exponate an Polen zurückgeben. Hintergrund ist ein Gesetz, das  2001 im  Sejm verabschiedet worden ist. Demnach dürfen Kulturgüter, die älter als 50 Jahre sind, nur maximal fünf Jahre als Leihgaben im Ausland verbleiben, teilte das Museum am Donnerstag mit.
Von der Rückgabe sind etwa 160 Exponate betroffen, darunter Möbel, Gemälde und Bücher. Nur drei Objekte - eine Pistole, ein Säbel und ein kleiner Tisch - aus dem Bestand des Dresdner Stadtmuseums bleiben zurück. Kraszewski hatte die Villa in seiner über 20-jährigen Exilzeit von 1873 bis 1879 bewohnt, hier schrieb er die Romane  „Gräfin Cosel“, „Brühl“ und „Aus dem Siebenjährigen Krieg“, die zusammen als Sachsentrilogie Bekanntheit erlangten.
 

In den 1960er-Jahren kam die Idee auf, ihm in Gedenken die Villa als Museum einzurichten. Das Warschauer Adam-Mickiewicz-Museum stellte dafür mehrere Exponate als Dauerleihgabe zur Verfügung, polnische Fachleute kümmerten sich um die Ausgestaltung des Museums. Im Zuge des Kulturabkommens zwischen Deutschland und Polen 1997/99 wurde die Stadt Dresden für das Kraszewski-Museum verantwortlich; es ist seither Teil der Städtischen Museen Dresden. Bis zum Ende des Jahres soll die Rückgabe der Exponate erfolgen. Die letzte Ausstellung ist auf den 18. Dezember terminiert.

dpa/Wikipedia/ds/18.11.2011

 
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