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PZPN - Chef Lato unter Beschuß Drucken E-Mail

Als  Spieler war er ein Nationalheld,  als  Funktionär spielt er sich zusehends ins Abseits: Grzegorz Lato, Präsident des polnischen Fußballverbands PZPN, hat sich bisher mit eigenwilligen Ansichten und geringem Hang  für Einsichten hervorgetan. Sein jüngster Coup war die Präsentation des Trikots, mit dem die Nationalmannschaft zur  Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land auflaufen sollte. Sollte! – denn daraus wird nichts. Der bekrönte Adler als polnisches Nationalwappen war ersetzt worden vom PZPN-Logo, einer Buchstabenkonstruktion mit Adlerkopf-Kontur. 
Lato-Vorgänger Michal Listkiewicz stellte sich an die Spitze nationaler Empörtheit: „Unsere Tradition und unsere Ehre müssen geachtet werden. Die Fußballspieler sollten mit dem Adler auflaufen, genauso wie die meisten polnischen Sportler in anderen Disziplinen.“ Nun muß der ohnehin klamme PZPN noch einmal Geld  locker machen für neue Entwürfe. Um Geld geht es auch im vermutlich neuen Skandal.

Verbandschef Lato werden korrupte Machenschaften unterstellt, und dass am Freitag zur Eröffnung der Hauptversammlung des Verbandes. In Umlauf gebracht worden sind Video-Mitschnitte aus dem Büro von Lato. Sie sollen deutliche Hinweise darauf geben, dass Lato  bei den Planungen einer neuen Verbandszentrale und dem Erwerb der dafür benötigten Grundstücke eine unübliche Verhandslungsrethorik gewählt habe. In Umlauf gebracht hat das Videomaterial der Vorsitzende  des südpolnischen Podkarpackie-Fußballverbandes, Kazimierz Gren. In einem Interview mit „Radio Rzeszow” fordert er zusammen mit Kollegen den Rücktritt von Lato. Doch das ist während der laufenden  Wochenendtagung  nicht möglich, erklärte  PZPN-Anwalt Andrzej Wach gegenüber der „Dziennik Gazeta Prawna“. Erst müsse sich Lato zu den Vorwürfen erklären.

thenews.pl/ds/27.11.2011

 
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